27.06.2012

Er soll wieder sicher sein

Er soll wieder sicher sein

Möglicherweise werden die vier Ahornbäume vor dem Rathaus demnächst gefällt. Foto: Dorn

Von Stefan Zeeh

Schriesheim. Das städtische Grün stand im Mittelpunkt der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt. Ganz konkret der seit dem Mathaisemarkt im März abgesperrte Bereich mit den vier Ahornbäumen vor dem Schriesheimer Rathaus. Hier haben die Baumwurzeln den Asphaltbelag und das Pflaster derart stark angehoben, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist. "Es ist deswegen schon zu Unfällen gekommen", berichte Bürgermeister Hansjörg Höfer den Ausschussmitgliedern.

Zudem sind die Bäume nicht mehr völlig gesund. "Zwei der vier Ahornbäume haben im Frühjahr stark verzögert Laub entwickelt", berichtete Stadtbaumeisterin Astrid Fath. Die Ursache für den schlechten Zustand der Bäume sei unter anderem in der Versiegelung der Fläche drum herum zu suchen. Deshalb schlug die Verwaltung vor, die vier Ahornbäume im kommenden Winter zu fällen und den Platz vor dem Rathaus neu zu gestalten - auch mit Blick auf das Stadtjubiläum im Jahr 2014.

"Eigentlich ist der Ahorn kein Flachwurzler", sagte Jutta Becker (Freie Wähler). Trotzdem haben die Bäume auf dem Rathaus-Vorplatz ihre Hauptwurzeln nicht in die Tiefe vorangetrieben, sondern mehr in die Fläche. Deshalb wurde von verschiedenen Ausschussmitgliedern vermutet, dass der tiefere Untergrund dort nicht für diese Baumart geeignet sei.

Einigkeit herrschte in dem Gremium darüber, dass der Platz neu gestaltet werden muss. Wie das gelingen soll, darüber gingen die Meinungen auseinander. So schlug der CDU-Fraktionsvorsitzende Paul Stang vor, den Brunnen vor dem Rathaus mit in die Umgestaltung einzubeziehen. Gisela Reinhard von den Grünen ging noch weiter und forderte ein neues Konzept, in dem auch das Fass, der Spielplatz und eine mögliche Entdolung des Kanzelbachs enthalten sind.

Sebastian Cuny (SPD) weitete den umzustrukturierenden Bereich sogar bis zur Schönauer Straße aus und sein Fraktionskollege Karl-Heinz Schulz schlug vor, einen externen Planer für den Entwurf zu beauftragen. Der Forderung nach einem Gesamtkonzept stimmten auch die Freien Wähler zu, wobei Jutta Becker zu bedenken gab, dass aus finanziellen Gründen nicht alles umgesetzt werden könne.

Von der Notwendigkeit eines auswärtigen Planers war Hansjörg Höfer nicht überzeugt, vor allem, da dieser wieder Kosten verursache. Deshalb schlug er vor, zunächst die Fläche um die Bäume zu erneuern und für ein Gesamtkonzept die bereits in früheren Jahren erstellten Pläne zur Umgestaltung des Platzes anzuschauen. Dieser Vorgehensweise stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Einig war man sich im Ausschuss ebenso darüber, dass die städtischen Grünflächen neu zu gestalten sind, tragen diese doch zum Erscheinungsbild der Stadt erhebliche bei.

So sei der Pflanzenbestand stellenweise nicht mehr zeitgemäß und zu pflegeintensiv. Darüber hinaus ist manch angelegter Bereich gar nicht mehr als solcher zu erkennen, etwa das Rosenbeet entlang der OEG-Trasse in Richtung Dossenheim. Deshalb wurde das Planungsbüro Spang, Fischer, Natzschka aus Walldorf damit beauftragt, ein Konzept für die städtischen Grünflächen zur erstellen, bei dem auch die Ortseingänge und Durchfahrten in die Planungen mit einbezogen werden müssen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung