04.07.2012

Genau 71 Realschüler freuen sich über ihre Mittlere Reife

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Petra Carse war zufrieden: "Eigentlich war es eine gute Prüfung, wir hatten ganz starke Schüler", sagte die Rektorin der Kurpfalz-Realschule (KRS) am Dienstag bei der Bekanntgabe der Ergebnisse der Mittleren Reife. 74 Prüflinge aus drei Klassen waren angetreten, 71 hatten spätestens nach den gestrigen mündlichen Prüfungen allen Grund zur Freude. Drei Schüler hatten jedoch nicht bestanden, und sie waren es, die es Carse schon etwas schwer machten ums Herz: "Mir tut es einfach leid um jeden, der es nicht packt." Freuen konnte sich die Schulleiterin über den Gesamtdurchschnitt mit der Note 2,5. Damit bestätigte der diesjährige Jahrgang genau das Prüfungsergebnis des vergangenen Jahres. Isabelle Brandt aus der 10 b war mit einem Schnitt von 1,4 heuer die Jahrgangsbeste. Die Prüfungsstatistik wies alleine zwölf Absolventen mit einer Eins vor dem Komma aus. Carse freute sich aber für alle erfolgreichen Prüflinge.

Einige von ihnen versuchten gestern noch, durch das Mündliche in Mathe, Deutsch oder Englisch ihre Ergebnisse zu verbessern. Besonders in Mathematik wollten sie es noch einmal wissen. Tags zuvor hatten die Realschüler ihre sogenannte "Fächerübergreifenden Kompetenzprüfungen" abgelegt, quasi das Herzstück des Abschlusses, steht dessen Ergebnis im Zeugnis doch auch ganz oben.

"Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Schüler in ihr Thema hineinwachsen und was sie daraus machen", zeigte sich Prüfungsvorsitzender Klaus Fanz, Carses Kollege von der Weinheimer Friedrich-Realschule, angetan von den Präsentationen: "Die Schüler lernen dabei auch, etwas selbst Erarbeitetes vorzutragen; das wird ja immer wichtiger heute."

Auch Carse legte ihrer positiven Bilanz der Mittleren Reife dieses Jahres die Ergebnisse der fächerübergreifenden Präsentationen zugrunde. Ein Dreivierteljahr hatten sich die Prüflinge darauf vorbereitet. Im Oktober ging es an die Themenfindung. Die "Fächerübergreifende Kompetenzprüfung" muss inhaltlich immer zwei Fächer abdecken. Das Thema kann von drei bis fünf Schülern vorbereitet werden. Dabei von einem Projekt zu sprechen, ist gar nicht verkehrt. Letztlich hat jeder Schüler in der Prüfung 15 Minuten Zeit, seinen Teil des Themas vorzustellen. Die eine Hälfte der Zeit dient der Präsentation, die andere Hälfte der Befragung durch die prüfenden Lehrer. Auch sie müssen sich immer neu in die Themen einarbeiten, die die Schüler für ihre Prüfungen wählen: "Das geht bei uns nach Interesse. Wir teilen die Prüfungsthemen nicht einfach im Kollegium auf", sagte Carse, während sich die Schüler mit ihren Klassenlehrern in ihre Klassenräume zurückzogen.

Ute Johnscher, Norbert Kotzan und Rudolf Knapp übergaben ihren Schützlingen die Prüfungsbestätigungen. Die richtigen Zeugnisse bekommen sie erst nächste Woche bei der Abschlussfeier in der Mehrzweckhalle. Dann wird "Freitag der Dreizehnte" für sie ein Glückstag sein.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung