30.07.2012

Polizei steht vor einem Rätsel: Es kommen keine Anzeigen

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim/Dossenheim. Wo kein Kläger, da kein Richter, heißt es im Sprichwort. Wo keine Anzeige, da keine Ermittlung, könnte man den Grundsatz abwandeln. Jedenfalls soweit es um die "Giftanschläge" auf Vierbeiner geht, die Hundehalter entlang der Bergstraße seit einigen Monaten in Aufregung versetzen. Die Nachforschungen der Polizei kranken derzeit nämlich an der fehlenden Kooperation der Hundehalter.

Seit Hundebesitzerin Christine Schäfer vor über vier Wochen mit der RNZ über den qualvollen Tod ihres kleinen Hundes Jack sprach, hat sich bei der Polizei einiges getan. Ein Beamter übernahm die Ermittlungen im Fall Jack, kontaktierte Schäfer und machte sich auf die Suche nach weiteren Opfern, hatte die Schriesheimerin doch angegeben, noch von weiteren Vergiftungsfällen gehört zu haben.

Unterdessen brodelt die Gerüchteküche unter den Hundebesitzern. Vergiftungsfälle entlang fast aller bekannten Spazierwege werden geschildert, beinahe jeder kennt jemanden, der jemanden kennt. Das alles bringt die Polizei indes nicht weiter.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung