13.08.2012

Die Handwerker haben das Sagen

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Die Ferienzeit ist Renovierungszeit in Schulen. Das ist in Schriesheim nicht anders. Im Kurpfalz-Schulzentrum haben die Handwerker derzeit das Sagen - sowohl im Gymnasium als auch in der Realschule (KRS). Stadtbaumeisterin Astrid Fath, ihr Mitarbeiter Detlef Schreiber sowie Bürgermeisterstellvertreter Anselm Löweneck zeigen vor Ort, was gerade erledigt wird.

Im oberen Stock des Gymnasiums sind in den Fluren die Tische und Stühle aus den Klassenzimmern gestapelt. Verpackte Dämmstoffe stehen daneben. In elf Räumen werden die Decken abgehängt. Neue, mit Dämmflies ausgelegte Akustikdecken aus Gipskartonplatten werden hier in Schienensystemen installiert. Seit die Teppichböden durch Nora-Gummiböden ersetzt wurden, hallte es in den Zimmern gewaltig. Das ändern die neuen Decken, wie man in einem Zimmer merkt, das bereits fertig ist. Ein bis zwei Tage braucht der Stuckateurbetrieb Bernd Sauer pro Klassenraum. "Es ist eine Schriesheimer Firma, die die Arbeiten ausführt", betont Fath. 56.000 Euro kostet das Ganze.

Für diesen Herbst peilt die Stadtbaumeisterin noch die Sanierung der Toiletten sowie den Austausch der schmuddeligen Bodenbeläge im nördlichen Treppenhaus des Gymnasiums an.

Auch ein Klassenzimmer sowie ein Musiksaal der Realschule bekommen zurzeit neue Böden. Im Musikraum wird noch in den Sommerferien von der Mannheimer Firma Weinberger ein Teppichboden verlegt, kein Gummibelag - wegen der Akustik. Größtes Sommerprojekt in der Realschule ist jedoch der Umbau der Technikräume.

Beim Ortstermin ist hier gerade die Altenbacher Firma Erb am Schaffen: "Sie macht hier die Heizungs- und Sanitärarbeiten", erläutert Fath. Die alten Nachtspeicheröfen flogen raus, neue Heizkörper für Warmwasser kommen rein. Auch ein neuer Nora-Gummiboden wird hier verlegt. Wesentlichste Veränderung ist aber der Raumzuschnitt: "Wir haben hier eine Grundrissveränderung vorgenommen", so Fath. Eine Zwischenwand kam raus, eine neue weiter hinten eingezogen - Arbeiten, die die Schriesheimer Firma Volker Grüber ausführte.

Und so wurde jetzt aus zwei Fachräumen ein größerer samt Abstellraum dahinter: "Die Erweiterung war aufgrund von Sicherheitsabständen nötig, die für den Werkunterricht einzuhalten sind. Außerdem haben wir das neue Raumkonzept am Bedarf der Realschule ausgerichtet", erläutert Schreiber. Da die Werkrealschule einen Technikraum an die Realschule zurückgebe, so der Mann aus dem Bauamt, verfüge die KRS dann doch wieder über zwei Klassenzimmer für den technischen Unterricht. Im Haushalt waren für diese Maßnahmen in der KRS 150.000 Euro eingeplant. Fath geht davon aus, dass 80.000 Euro reichen werden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung