31.08.2012

KSV will mit beiden Mannschaften unter die ersten Drei

KSV will mit beiden Mannschaften unter die ersten Drei

Freuen sich auf die Saison 2012: Stefan Burkhardt, Heiko Schweikert und Werner Wolf (v. l.). Foto: Dorn
Von Carsten Blaue

Schriesheim. Die Ringer des Kraft-Sport-Vereins Schriesheim (KSV) sehen sich gerüstet für die neue Saison, die am 8. September mit Heimkämpfen in eigener Halle beginnt. Im Pressegespräch gaben sich KSV-Ringerchef Werner Wolf, Sponsorenbetreuer Stefan Burkhardt sowie Athlet und Griechisch-römisch-Trainer Heiko Schweikert zuversichtlich: "Wir wollen am Ende unter die ersten Drei in der Tabelle. Mit beiden Mannschaften", betonte Wolf. Der KSV ringt heuer in der zehnten Saison in der Zweiten Bundesliga Süd. Die zweite Mannschaft tritt in der Verbandsliga an.

"In der Zweiten Bundesliga sind wir enorm stark besetzt, und auch unsere Verbandsliga-Athleten haben für uns einen hohen Stellenwert", so Wolf. Dem Zweitligakader treu geblieben sind feste Größen wie die Schwergewichtler Kai Dittrich und Adam Filipczak, Publikumsliebling Attila Tamas, der Punktbeste des vergangenen Jahres, Nicolae Cojocaru, sowie Greco-Vizeeuropameister Georgian Carpen, der auch in der Saison von der 74- in die 66-Kilogramm-Klasse wechseln wird. Die Abgänge der ersten Mannschaft, darunter die Topkämpfer Carsten Kopp und Benjamin Hofmann sowie Marek Schum, Kerim Ferchichi, Johannes Erath und Azeddine Azzaaoui, hat der KSV kompensiert. Mit Konstantin Druker vom AV Mainz 88 und Ionel Puscasu vom SV Germania Weingarten holte der KSV Ringer mit Erstliga-Erfahrung. Gerade Puscasu ringe spektakulär, sagte Burkhardt. In den unteren Gewichtsklassen setzt der KSV auf den eigenen Nachwuchs und junge Talente aus der Region, und das bewusst. Dazu Wolf: "Sie sollen Erfahrungen in der Bundesliga sammeln, und das ohne Druck. Für sie wird es eine schwere Saison. Doch wir gehen diesen Weg mit ihnen." Der 16-jährige Fabian Rieser kommt vom AV 03 Speyer, der 18-jährige Scott Gottschling vom ASV Pirmasens. Aus den eigenen Reihen stoßen Matthias Schmidt und Marc Hartmann zum Zweitligakader, wobei Hartmann zu den Etablierten im KSV zählt - nicht nur als Schüler- und Jugendtrainer und echter Vereinsschaffer auch neben der Matte. Mit Schweikert kehrt ein Athlet zurück, der dem KSV aus der Regionalliga noch bestens bekannt ist. Er wird die Verbandsligamannschaft mit seiner Erfahrung führen, die von den jungen Neuzugängen Jan Steffan (KSV Sulzbach) und Sebastian Rieser (AV 03 Speyer) komplettiert wird. Wolf ist begeistert von der sogenannten "Reserve": "Unsere zweite Mannschaft kommt irgendwann in die Oberliga."

Schweikert gehört zudem zum diesjährigen Trainerstab des KSV. Nach der vergangenen Saison hatten sich der KSV und Peter Fornoff getrennt. Einen Cheftrainer hat der Verein seitdem nicht, gestaltete sich die Suche nach einem neuen ersten Mann am Mattenrand doch nicht wie gewünscht: "Wir waren zwar unter Zugzwang. Einen Schnellschuss wollten wir aber auch nicht", so Wolf. Also übernimmt KSV-Vorsitzender Klaus Grüber die Trainingsleitung - quasi wie in alten Zeiten. Neben Schweikert wird er von Freistiltrainer Holger Rotermund unterstützt. Keine Notlösung, aber auch keine Konstellation auf Dauer, wie Burkhardt und Wolf betonten. Dieser sagte: "Auf Dauer müssen wir einen Cheftrainer finden, denn Klaus Grüber kann auch nicht alles gleichzeitig machen."

Doch vielleicht wird aus der Not eine Tugend. Schweikert jedenfalls berichtete von bester Stimmung im Team, Wolf von einer viel besseren Vorbereitung als im vergangenen Jahr. Obwohl das frühe Pokalaus in Ladenburg noch immer schmerzt: "Das ist unglücklich gelaufen", sagte Wolf. Er hoffte im Blick voraus, dass es dieses Jahr nicht wieder unsportlich zugeht in der Zweiten Bundesliga, wenn es um den Aufstieg geht - zumal erstmals die beiden Erstplatzierten hoch müssen. Benningen hatte vergangenes Jahr wirklich alles getan, um den Aufstieg zu vermeiden und war darauf hin vom Rechtsausschuss des Deutschen Ringerbundes wegen Manipulation in die Verbandsliga Württemberg herabgestuft worden: "Ich hoffe, das zeigt Wirkung", so Wolf: "Für uns kommt so ein Verhalten überhaupt nicht in Frage."

Info: Infos zu allen Kampfterminen unter www.ksv-schriesheim.de.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung