10.12.2012

Streuvorräte nicht auf dünnem Eis

Von Maria Binz

Bergstraße/Neckar. Das Winterwetter hat die Bergstraße nicht erst seit diesem Wochenende fest im Griff. Und wie es aussieht, bleibt es auch so. Alle Hände voll zu tun für die Winterdienste in den Städten und Gemeinden. Und ging in den Vorjahren auch schon mal das Streusalz aus, so soll es in dieser Schneewettersaison anders sein. Die Bauhöfe sind vorbereitet. Den vollen Silos wurden nun die ersten Mengen entnommen, und die Räumfahrzeuge und die zum Teil zum Schneeschieben und Streuen umgerüsteten Wagen sind unterwegs. Die RNZ hat sich umgehört.

> Edingen-Neckarhausen: Hier stehen 22 Personen, also sechs bis sieben Trupps, und sechs Fahrzeuge bereit. Zunächst werden bei entsprechender Witterung die Hauptverkehrsstraßen und gefährliche Stellen geräumt. So solle das Unfallrisiko vermindert werden, sagt Horst Göhrig, Leiter des Bau- und Umweltamtes Edingen-Neckarhausen. Die Sand- und Splittvorräte würden, ebenso wie die 60 Tonnen Streusalz, aufgefüllt, "sobald man merkt, dass es weniger wird", damit es nicht zu Engpässen kommt.

> Ladenburg: Auch hier kann der Winter kommen: "Jeden Morgen um 4 Uhr wird kontrolliert, ob ein Räum- und Streueinsatz nötig ist", erklärt Bauhofleiter Harald Kramer. 40 Kubikliter Salz lagern dafür seit September in einem Silo; wenn es knapp wird, fordert die Gemeinde Nachschub aus Heilbronn oder Mannheim an, um so die Rad-, Fuß- und Schulwege sowie die Hauptverkehrsstraßen von den Gefahren durch Eis und Schnee zu befreien. Nur krankheitsbedingter Personalausfall könne Ladenburg jetzt noch einen Strich durch die Rechnung machen.

> Hirschberg: Der Bauhof in Hirschberg ist umgezogen. Seit 7. Oktober ist er zusammen mit der Feuerwehr und dem Roten Kreuz im Hilfeleistungszentrum untergebracht. Das neue Silo wird jedoch vorerst nicht genutzt. "Zuerst werden noch die Streumaterial-Restbestände aus den alten Lagerplätzen aufgebraucht", berichtet der Bauhofleiter Carsten Ewald. "Die richtigen Veränderungen werden wir erst nächstes Jahr bemerken." Die drei Fahrzeuge sind seit Mitte November einsatzbereit. Ende November fing der Bereitschaftsdienst an. Die größten Probleme erwartet Ewald durch zugeparkte Straßen.

> Weinheim: Die Stadt Weinheim lagert 570 Tonnen Streusalz. Elf Fahrzeuge und 80 Mitarbeiter warten auf ihren Einsatz. Bei Schnee oder Eis wird eine Telefonkette in Gang gesetzt, um möglichst früh mit der Räumung beginnen zu können, so dass die Straßen gegen 7 Uhr, wenn der Arbeitsverkehr einsetzt, frei sind. Besonders die im Odenwald gelegenen Ortsteile stellen eine Herausforderung dar. Aber Rainer Rettig, Leiter des städtischen Bauhofs, ist zuversichtlich: "Unsere Leute kennen jeden Winkel."

> Schriesheim: Hier stehen 100 Tonnen Streusalz bereit. In Bereichen, in denen die Räumfahrzeuge nicht eingesetzt werden können, muss von Hand gestreut werden. In Schriesheim wird "nur mit Streusalz gestreut, da bei Splitt zahlreiche Schäden entstehen können", erklärt Bauhofleiter Lothar Koch. So können die Filter der Kanalisation beschädigt werden oder beim Streuen Lackschäden an geparkten Autos entstehen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung