29.05.2013

Schriesheim: Rotes Skelett eines Maschinen-Ungetüms

Schriesheim: Rotes Skelett eines Maschinen-Ungetüms Schriesheim. (cab) Ein rotes Stahlskelett auf Schienen steht vor dem Ostportal des Branichtunnels. Rund 25 Meter ist es lang, drei Mal so lang wird es werden und mit der kompletten Maschinentechnik ausgestattet, der es bedarf, um anschließend die Stahlbetonschale des Tunnels herstellen zu können. Was man also sieht, ist der erste Teil des sogenannten Schalwagens. Wenn die Mineure Ende Juni, Anfang Juli von Westen her mit ihren Sprengungen am Ostportal ankommen, kehren sie danach quasi um. Dann wird im nächsten Schritt nicht nur der untere Teil des Querschnitts für den Branich-tunnel, die "Strosse", von Ost nach West durch den Berg gesprengt. Zugleich rückt der Schalwagen nach, um die endgültige Tunnelschale auszugießen.

Bis zu drei Monaten Aufbauzeit

Entsprechend exakt wird das Maschinen-Ungetüm aufgebaut. Damit es genau in den Tunnelquerschnitt passt. Rund zwei bis drei Monate dauere es insgesamt, bis der komplette Schalwagen einsatzbereit und genau ausgerichtet vor dem Ostportal stehe, erläuterte gestern der Bauleiter des Branichtunnels, Ralph Eckerle. Die unzähligen Bauteile, die man dafür braucht, werden über die Talstraße angeliefert und dann vor Ort montiert.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung