05.02.2014

Stimmen zur Höfer-Verpflichtung: "Mit der zweiten Luft" die Stadt gestalten

Höfer gestalte sein Amt mit Verantwortung, Menschlichkeit und Bürgernähe, sagte Landrat Stefan Dallinger. Dieser nannte Höfer einen "geerdeten Kommunalpolitiker". Schriesheim sei eine dynamische, lebendige Stadt, eine "Marke" im Rhein-Neckar-Kreis: "Aber es gibt noch Potenziale", so Dallinger mit Blick auf das Schulzentrum, die Zukunft mit dem Branichtunnel und die Energiepolitik. So dürfe Schriesheim bei der Gestaltung des kreisweiten Klimaschutzkonzeptes nicht fehlen. Der Landrat wünschte Höfer, dass dieser "mit der zweiten Luft und dem Gemeinderat" die Stadt weiterhin gestalte.

Für die Bürgermeister des Sprengels sprach Andreas Metz aus Ilvesheim. Höfers Wahlergebnis sei eine Bestätigung für dessen Arbeit und eine gute Basis: "Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Dir", sagte Metz, der auch auf Schriesheims Bürgermeisterwahl einging. Immer weniger Menschen seien bereit, das schwere Amt des Verwaltungschefs zu übernehmen. Die Suche nach Bewerbern gestalte sich schwierig. Also sei hier auch besondere Sorgfalt gefragt. Umso erstaunlicher sei es gewesen, dass sich ein Aspirant den Bürgern nach einem Kontaktstudium "als Verwaltungsexperte andienen konnte", so Ilvesheims Bürgermeister mit Blick auf den gescheiterten Kandidaten Michael Becker. Höfer brauche jetzt die Unterstützung über Parteigrenzen hinweg. Auch die Bürger müssten eingebunden werden. Daher überreichte Metz seinem Schriesheimer Kollegen mit einem Lächeln ein Buch "über neue Formen der Bürgerbeteiligung".

Für den Gemeinderat sprach Grünen-Fraktionschef Christian Wolf: "1984 hätte niemand daran gedacht, dass ich Dich 30 Jahre später als Bürgermeister verpflichte", sagte Wolf in Erinnerung an das Jahr, in dem er gemeinsam mit Höfer in den Gemeinderat gewählt wurde. Höfers große Stärke sei, dass man ihm vertraue. Seinen Anspruch, Bürgermeister für alle sein zu wollen, habe Höfer erfüllt.

Wolf erinnerte an das Jahr 2006, als Höfer sein Amt antrat, und an Dinge, die sich seitdem verändert haben. Es habe damals keine Schulmensa gegeben, Schulhöfe seien Beton gewesen. Am Schulzentrum habe das tägliche Verkehrschaos geherrscht; VHS, Winterdienst und Hausmeisterstellen seien in privater Hand gewesen und die Bronzetafeln an der Kriegsopfergedenkstätte hätten noch nicht existiert: "Der Tunnel war für viele Utopie, auf dem OEG-Gelände stand noch der Lokschuppen, und die KSV-Ringer waren noch in der zweiten Liga". Schriesheim sei zwar Schriesheim geblieben, "aber Stillstand sieht anders aus." Vieles trage die Handschrift Höfers und des Gemeinderats: "Wir ziehen viel öfter an einem Strang als es in der Öffentlichkeit aussieht", so Wolf: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Dir und Deiner Verwaltung."

Vor dem Bürgermeister selbst hatte noch der Vorsitzende des Jugendgemeinderats (JGR), Felix Kälberer, das Wort. Gerade auch für Kinder und Jugendliche spiele der Bürgermeister eine wichtige Rolle, fühlten sich doch viele gerade in heutiger Zeit in ihrer Heimat besonders geborgen. Die Jugendlichen wünschten sich von Höfer eine Vermittlerrolle. Das setze Verständnis voraus. Zudem hoffte Kälberer, dass der JGR künftig noch stärker eingebunden werde - etwa in der Frage der Schul- und Jugendsozialarbeit. Dass der JGR mitreden könne, habe dessen aktiver Beitrag zum Präventionskonzept für den Mathaisemarkt gezeigt. Die Reden von Stefan Dallinger, Andreas Metz, Christian Wolf und Felix Kälberer.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung