27.02.2014

Schriesheim will ein schnelleres Internet

Der Gemeinderat sprach über das Projekt "fibernet.rnk" des Rhein-Neckar-Kreises, das den Kreis flächendeckend mit Glasfaserkabeln versorgen soll.

26.02.2014, 06:00

Schriesheim. (sk) "Wir werden zwischen drei und fünf Millionen Euro in der Erde vergraben", prognostizierte Bürgermeister Hansjörg Höfer. Dabei ging es um die Versorgung der Stadt mit besseren Internetanschlüssen, die bei Straßenarbeiten gleich mit unter die Erde gelegt werden könnten.

Im Projekt "fibernet.rnk", so informierte der Rathauschef den Gemeinderat, habe sich der Rhein-Neckar-Kreis das Ziel einer flächendeckenden Versorgung des Kreises mit Glasfaserkabeln gesetzt. Fördermittel kämen dafür vom Land, geplant sei die Einrichtung eines Zweckverbands, der die Vermietung der Kabel an einen Betreiber übernehmen könne.

Probleme mit langsamen Internetverbindungen, so Höfer, gebe es im Gewerbegebiet, auf dem Branich, am Ölberg sowie in den Ortsteilen Altenbach und Ursenbach. In der Breitbandversorgung sah Heinz Waegner (Grüne) eine Verbesserung der Wohn- und Arbeitsqualität. Er gab der Verwaltung jedoch auf, bei der Festlegung des Kostenschlüssels darauf zu achten, "dass es uns nicht so geht wie mit dem ÖPNV", wo bei der Berechnung der "Nutzzugkilometer" die Gemarkungsgröße der entscheidende Faktor ist, was für Schriesheim hohe Kosten bedeutet.

Auch FDP-Stadtrat Wolfgang Renkenberger wies auf die Bedeutung der Kabel für Gewerbetreibende hin, während Marco Ginal (SPD) sich über die "Synergieeffekte" freute, wenn die Kabel gleich im Zuge von Bauarbeiten mit verlegt werden könnten. Er und auch Matthias Meffert (FW) bezogen sich auf Webseiten des Kreises und des Landratsamts, die Vorarbeiten wie Marktanalysen und Wirtschaftlichkeitsprognosen forderten.

So solle die Projektplanung in Sachen Breitbandkabel bis zum 28. Februar abgeschlossen sein, zitierte Meffert. "Wir sind da dran", versicherte Stadtbaumeisterin Astrid Fath. Es habe Rücksprachen mit den Kommunen zu Marktanalysen und Ausbauphasen gegeben.

Copyright (c) rnz-online

Autor: Rhein-Neckar-Zeitung