17.03.2014

Von Wasser, Autogrammen an der Treppe und Gutscheinen für den Bauhof

Beim Gemeinderatsrundgang lobte Höfer die Hoheiten, dankte den Organisatoren und sprach die RNZ-Riesenradweinprobe an - Riehl signierte Biografie im...

Schriesheim. (cab) Am zweiten Mathaisemarktsamstag steht vormittags stets der Gemeinderatsrundgang im Programm. Stadträte, Altstadträte, amtierende und ehemalige Jugendgemeinderäte, Ehrenbürger Peter Riehl: Sie alle begrüßte Hansjörg Höfer zum Auftakt im Festzelt. Speziell auch die Weinhoheiten.

Ihnen sprach der Bürgermeister gleich zu Beginn seiner von Dank und Lob geprägten Worte ein Kompliment aus: "Ihr habt Euch selbst ins Wasser geworfen. Keine von Euch war zuvor Prinzessin. Ihr habt Eure Ämter aus dem Stand gemacht, und Ihr macht das toll." Absolut zuverlässig seien Weinkönigin Lena und ihre Prinzessinnen Hannah und Stefanie.

"Grandioser Mathaisemarkt"

Dazu passte Höfers Zwischenbilanz: "Es ist bisher ein grandioser Mathaisemarkt." Besonders gut gelaufen sei es bei den Außenbewirtschaftungen, hatte das Fest doch bis dahin so noch nie erlebtes Glück mit dem Wetter. In diesem Zusammenhang erwähnte Höfer auch die gelungene Weinprobe im Riesenrad, die die RNZ gemeinsam mit den Schaustellerbetrieben Göbel und der Winzergenossenschaft (WG) angeboten hatte: "Die Luft war warm. Es war wunderbar. Und das im März!" Hervorragend vorbereitet hätten den Mathaisemarkt auch seine Mitarbeiter im Rathaus. Sie hätten dafür gesorgt, dass alles geräusch- und reibungslos abläuft: "Wir hatten null Probleme mit der Organisation. Es kam nie Hektik auf", so Höfer dankbar. Und natürlich der Festzug. Auf offener Straße werde er seitdem darauf angesprochen und erhalte Glückwünsche, sagte der Verwaltungschef. Der Festzug sei "sensationell" gewesen.

Auch das Präventionskonzept gegen das Komasaufen von Jugendlichen habe gegriffen. Besonders wegen der Aussicht auf Probleme, wenn es darum geht, den Führerschein zu machen. Höfer dankte der Polizei und den Schulen für die Mitarbeit am Präventionskonzept. Überhaupt die Sicherheit: "Mein Kompliment", so Höfer. So habe Hans-Peter Küffner gelernt, dass er sein Festzelt nicht überfüllen dürfe. Namentlich lobte der Bürgermeister auch das Weingut Wehweck bereits vor dem zweiten Samstagabend: "Hier war erstmals Security, und es gab keine Vorfälle."

Weinkönigin Lena widersprach Höfer in ihrem Grußwort lächelnd: "Wir empfanden es gar nicht so, dass wir ins kalte Wasser geworfen werden. Denn wir hatten ja viel Unterstützung", erwähnte die Weinhoheit etwa die WG, Ehrenbürger Peter Riehl, Höfer selbst und auch ihre Vorgängerinnen Alexandra Quick, Julia Fontius und Lena Speicher: "Mit so viel Unterstützung kann man es nicht schlecht machen." Sie und ihre Weinprinzessinnen hätten schon Supererlebnisse gehabt: "Das alles haben wir uns vorher so nicht erträumt." Schließlich dankte auch sie in ihrer wie so oft frei gehaltenen Rede der Polizei: "Wir haben uns immer sicher gefühlt", so Lena. Ob das anschließend auch für ihre rasante Fahrt mit Höfer im Autoscooter galt? Über den Rummelplatz ging der Rundgang zu den obligatorischen Zielen weiter.

Im Gewerbezelt fand man nachmittags auch Peter Riehl, und zwar am Stand von Rolf W. Edelmann. Der Treppenspezialist und Chef des Schriesheimer Bundes der Selbstständigen (BDS) hatte den Ehrenbürger zur Signierstunde seiner Biografie "Ein Leben für Schriesheim" gebeten.

Würdigung der Schaffer

Und auch Sabine und Markus Fath von "Fath's Backwahn" stießen dazu - für einen Dank: "Der Bauhof soll endlich mal für seine Arbeit gewürdigt werden", sagte Sabine Fath. Also hatte "Fath's Backwahn" den Schaffern der Stadt Essensgutscheine spendiert, die während des Mathaisemarkts schon eifrig eingelöst worden seien, so Fath. Edelmann sagte, er werde dem Bauhof zu dessen Sommerfest auch noch ein Fass "Woinemer Bier" spendieren: "Wir wollen damit zeigen, dass wir die Arbeit zu schätzen wissen." In aller Herrgottsfrühe würden sich die Bauhofmitarbeiter auf den Weg zum Festgelände machen, um Dreck und Abfall zu beseitigen: "Und auch im Vorfeld des Mathaisemarkts sorgen sie dafür, dass wir uns hier sauber präsentieren können. Das ist Schwerstarbeit, wenn ich alleine an das Splitt-Schippen denke", lobte Edelmann.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung