02.04.2014

Gute Jahres-Bilanz beim Schriesheimer BDS

Gute Jahres-Bilanz beim Schriesheimer BDS

Von Carsten Blaue

DS-Vorstandsmitglieder Christa von Schachtmeyer, Rolf Edelmann und Jörg Dalmolin (v. l.). Foto: Dorn

Schriesheim. Vorstand und Beisitzer blieben bei der Jahreshauptversammlung des Schriesheimer Bundes der Selbstständigen (BDS) nahezu unter sich. Insgesamt elf Mitglieder kamen in den Nebenraum der "Pfalz", darunter Ehrenvorsitzender Horst Kolb, Ehrenmitglied Doris Miech und das Ehepaar Göhrig. Handverlesene Interessierte: "Offenbar ist die Zufriedenheit mit unserer Arbeit sehr groß", kommentierte Vorsitzender Rolf W. Edelmann die magere Resonanz für die Jahreshauptversammlung. So konnte man es auch sehen.

Schatzmeister Stefan Heiss fehlte entschuldigt. Seinen durchaus positiven Bericht verlas Kolb. Der Ehrenvorsitzende hatte dann aber auch gleich noch den Prüfbericht der Kasse vorzulegen, weil keiner der Kassenprüfer anwesend war. Und für den Antrag, den Vorstand zu entlasten, musste sogar eine Pressevertreterin herhalten. Nein, der äußere Rahmen dieses Bilanztermins des BDS-Ortsverbands wollte so gar nicht passen zu den Berichten, die Edelmann und Geschäftsführerin Christa von Schachtmeyer vorlegten.

Denn auch im vergangenen Jahr, auf das der Vorstand zurückblickte, geschah viel Gutes aus Sicht der Selbstständigen - auch wenn 2013 nach Edelmanns Einschätzung ruhig verlief im Vergleich zum Jubiläumsjahr der Stadt.

Mit Hans-Peter Küffner habe man beim Mathaisemarkt 2013 erstmals einen neuen Nachbarn gehabt. "Ein freudiger Umstand", so Edelmann. Schließlich sei die Zusammenarbeit mit dem neuen Festzeltwirt "großartig", die gegenseitige Unterstützung absolut positiv. Sei das Gewerbezelt letztes Jahr "weitgehend" ausgebucht gewesen, so habe man dieses Jahr schon im Januar den allerletzten Stand an einen Aussteller vergeben.

Aktiv war der BDS im Jahr 2013 auch wieder mit seiner Oster- oder der Nikolausaktion sowie seiner Spende von "Schriesheimer Strahlern" zugunsten Bedürftiger. Tannenbäume wurden wieder pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in der Innenstadt zum Schmücken aufgestellt. "Aber mal sehen, ob wir das dieses Jahr noch mal machen", beklagte sich Edelmann rückblickend über zu wenig Deko: "Da ist nichts passiert." Eigentlich sollen die Geschäftsleute für den Schmuck sorgen. Aber Miech schlug vor, Kindergärten und Grundschulen Bastelsachen vorbeizubringen. Da komme garantiert Schönes für die Weihnachtsbäume heraus.

Von Edelmann positiv bewertet wurden die verkaufsoffenen Sonntage. Auch die Ladeninhaber selbst seien damit zufrieden. Dass die Einkäufer bei diesen Anlässen spezielle Geschäfte aufsuchen würden, hatte von Schachtmeyer festgestellt: "Für die Modegeschäfte läuft es immer sehr gut." Dieses Jahr gibt es noch zwei weitere Sonntage mit Ladenöffnung, nämlich zum Straßenfest und am 30. November zur Abschlussveranstaltung des Jubiläumsjahres, das der BDS gemeinsam mit dem Verkehrsverein am Neujahrstag "mit Pauken und Trompeten" begrüßt hatte: "Ein voller Erfolg."

Das war für den BDS auch der Jubiläumsfestzug beim Mathaisemarkt, bei dem man das "ehrbare Handwerk" dargestellt hatte - auch logistisch eine große Aufgabe. Inge Kärcher schlug vor, dass möglichst viele am Festzug Beteiligte doch in ihren Kostümen am Festakt zum Jubiläum oder bei der gemeinsamen Jubiläumsveranstaltung mit den Städten Lorsch und Weinheim teilnehmen könnten. Edelmann sagte zu, die Anregung im Rathaus vorzubringen.

Schließlich warb der BDS-Chef noch für Schriesheim als "Fairtrade Town" (wir berichteten). Die Zertifizierung könne ein "wichtiger Meilenstein" und ein "besonderes Merkmal" für die Stadt sein. "Arbeiten in und für Schriesheim" ist der Titel eines Buches zur "Geschichte des Bergsträßer Gewerbes und seines Mathaisemarkts", das Autor Konstantin Groß im Auftrag des BDS verfasst. Vielleicht werde es zum Maimarkt fertig, so Edelmann. Auf jeden Fall werde es ähnlich der Riehl-Biografie auch in Schriesheim vorgestellt, so der BDS-Vorsitzende, der ankündigte, beim BDS-Landesverbandstag am 12. April in Leinfelden-Echterdingen als Landesbeirat für das Handwerk zu kandidieren.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung