05.07.2014

Schriesheim: Bereits elf Prozent des Stroms kommt aus erneuerbaren Energien

Die Gemeinde schaut bei der Energiewende nicht tatenlos zu und erarbeitet ein Integriertes Klimaschutzkonzept - Dort gab es jedoch mehr Referenten als Zuhörer
Schriesheim. (cab) Am Mittwochabend fand im Großen Sitzungssaal des Rathauses und in dessen Foyer die öffentliche Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für Schriesheim statt. Viel Werbung gab es im Vorfeld nicht dafür. Entsprechend mager war die Resonanz der Bürger. Es gab mehr Referenten als Zuhörer. Gleichwohl werden CO2-Reduzierung, Energieeinsparung und Ressourcenschonung auch in Schriesheim längst praktiziert, wie Zahlen einer Präsentation nahe legten. Demnach werden zurzeit etwa elf Prozent der jährlich rund 50 Millionen Kilowattstunden Stromverbrauch in der Stadt mit erneuerbaren Energien abgedeckt. Etwa 200 Photovoltaikanlagen haben eine installierte Leistung von 2300 Kilowatt. Dazu kommen vier Biomasseanlagen mit 820 Kilowatt. In Sachen Wind herrscht Flaute. Im Stadtgebiet sind keine Windenergieanlagen installiert.

Da es in der Aufzählung nur um den Strom ging, war etwa die Zahl der in Schriesheim installierten solarthermischen Anlagen zur Warmwassererzeugung noch gar nicht aufgeführt. Auch sonst tut sich schon Einiges in Sachen Energiewende und Klimaschutz, was man beispielhaft an der neuen Pelletsheizung in der Trauerhalle des Friedhofs oder an der energetischen Sanierung des Ursenbacher Dorfgemeinschaftshauses festmachen kann. Zudem verfolgt die Stadtverwaltung das Prinzip der nachhaltigen Beschaffung von Produkten, die möglichst ökologisch, "fair" und regional produziert wurden. Für die Bürger sind die derzeit ausgewiesenen Sanierungsgebiete und Förderprogramme Anreiz, in energetische Sanierungen ihrer Häuser zu investieren (weiterer Bericht über die nächsten Schritte zur Erarbeitung des Integrierten Klimaschutzkonzepts folgt).

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung