13.08.2014

Schriesheim: Auch die Schillerstraße wird völlig neu

Deutlich zu erkennen ist das schon jetzt zwischen Passein und Theodor-Körner-Straße, dem ersten, rund 300 Meter langen von zwei Abschnitten beim kompletten und räumlich großzügig wirkenden Neuaufbau der Straße.

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Gut fünf Jahre ist es her: Vom 29. Juli 2009 stammt der schriftliche Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan für das ehemalige OEG-Areal, der den Namen "Schillerstraße/B 3" bekam. Darin wird auch beschrieben, wie es zum damaligen Zeitpunkt an der Schillerstraße und gegenüber auf dem Betriebsgelände der OEG aussah. Heute erinnert daran nichts mehr.

Die Busdepots und die alten Betriebsgebäude sind längst dem neuen Raiffeisenmarkt, den neuen Wohnhäusern von Bouwfonds sowie dem Senioren- und Gesundheitszentrum von Burkhardt-Witteler gewichen. Kein "Lokschuppen" mehr, kein Getränkemarkt, kein Schnellrestaurant, keine Schlaglöcher und kein wild wucherndes Gestrüpp längs des Bahnhofszauns. Auch die Schillerstraße selbst wird in Zukunft völlig neu aussehen. Deutlich zu erkennen ist das schon jetzt zwischen Passein und Theodor-Körner-Straße, dem ersten, rund 300 Meter langen von zwei Abschnitten beim kompletten und räumlich großzügig wirkenden Neuaufbau der Straße.

Umgestaltet wird sie, und auf Höhe des künftigen "Platzes Süd" sowie des "Medicum"-Ärztehauses von Burkhardt-Witteler wird sie "verschwenkt". Dort erhält die Fahrbahn also ein leicht kurviges Aussehen mit einem geraden Zwischenstück. Das schafft einen etwas weiteren Platz vor dem Gebäude, auch für Parkbuchten. Insgesamt bekommt die "neue" Schillerstraße 35 bis 40 solcher Stellplätze, dazu gibt es noch ein "Park+Ride"-Bereich.

Dagegen wird entlang der Häuserzeile auf der östlichen Seite der Schillerstraße ein Parkverbot erlassen, wenn alles mal fertig ist. Parken in Reihe, wie in der alten Schillerstraße auf der westlichen Seite, wird es in Zukunft auch nicht mehr geben. Dort, entlang der Neubauten, wird der frisch gepflasterte Gehweg für die Fußgänger noch diese Woche fertig. Schon jetzt erinnert kaum noch etwas an den etwas schwierigen Beginn der Straßenbauarbeiten.

Der Untergrund zeigte nämlich seine Tücken, wobei der Arsen-Gehalt im Boden noch das kleinste Übel war: "Arsen hat man überall", winkt Stadtbaumeisterin Astrid Fath ab. Letztlich ist das eine Frage der Entsorgung. Viel schwieriger war, was Bürgermeister Hansjörg Höfer beim Termin vor Ort vergangene Woche so beschreibt: "Nach dem ersten Meter sank der Bagger förmlich ein."

Schlammig war das tragende Erdreich. Aber auch darauf sei man vorbereitet gewesen, so Fath: "Das kennen wir in diesem Bereich ja schon von anderen Tiefbauarbeiten." Der Untergrund musste für die künftige Schillerstraße also komplett neu aufgebaut werden. Was auch Zeit kostete.

Der Bauabschnitt zwischen Theodor-Körner-Straße bis Passein, Kostenpunkt: rund 520.000 Euro, soll bis Ende dieses Jahres fertig sein. "Wahrscheinlich geht es aber schneller", ist Fath überzeugt. Der zweite Teil der Schillerstraße von der Theodor-Körner- bis zur Bahnhofstraße wird erst neu gestaltet, wenn Bouwfonds auch seine Häuser im Bereich des ehemaligen Raiffeisenmarkts gebaut haben wird. Der Immobilienentwickler werde nach Aussagen Faths nicht vor Anfang kommenden Jahres damit beginnen. Der Stadtbaumeisterin sagt das zu. Das entzerre die vielen Bauarbeiten im Bereich des OEG-Areals etwas, sagt Fath.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung