16.08.2014

Mehr Platz zum Umziehen im Schriesheimer Sportzentrum

Die Bodenplatte ist betoniert: Im Sportzentrum entsteht der neue Kabinentrakt - SV Schriesheim hat schon 2012 über Raumnot geklagt

Von Carsten Blaue und Werner Hildebrand

Schriesheim. Der Hilferuf des SV Schriesheim verhallte zunächst fast ungehört. Die Fußballer hatten auf ihre Raumnot aufmerksam gemacht. Es fehle an Umkleiden und Duschen. Der Bürgermeister wurde informiert, ebenso alle Ratsfraktionen. Die CDU reagierte. Vereinsspitze und Fraktion trafen sich im Sportzentrum. Beim Rundgang wurde schnell klar: Der Platz reicht hinten und vorne nicht mehr, zumal auch die Baseballer der "Raubritter" und die TVS-Leichtathleten die Umkleiden mitnutzen. An Mädchen- und Frauenmannschaften war für den SVS nicht zu denken ohne Kabinen. Obwohl es genug Interessentinnen zum Kicken gegeben hätte. Das war die Bestandsaufnahme im Juni 2012. Inzwischen ist die Bodenplatte für den neuen Kabinentrakt auf dem Sportplatz betoniert. Anfang kommenden Jahres soll der Neubau fertig sein, den der Gemeinderat im Mai 2013 absegnete.

Die Pläne stammen vom Schriesheimer Architekten Norbert Morast. Sein neuer Kabinentrakt gut 200 Quadratmeter Nutzfläche haben, darin vier Umkleidekabinen und zwei Sanitärbereiche, dazu ein separater Schiedsrichterraum samt Dusche, ein Technikraum, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser sowie eine Architektur, die für eine Aufstockung ausgelegt ist. Wenn es mal nötig werden sollte.

Die Garagen zur Lagerung von Material mussten dem Neubau weichen und wurden im Frühjahr neben dem Kunstrasenplatz des Sportzentrums neu errichtet. Probleme gab es laut Stadtbaumeisterin Astrid Fath, weil die Baugrube für die neuen Kabinen bei den starken Regenfällen der letzten Wochen volllief. Außerdem hätten Kabel für die Straßenbeleuchtung und die Stromversorgung direkt im Grund und Boden für den Neubau gelegen, so Fath. Also mussten die Kabel an anderer Stelle neu gezogen werden.

Doch nun, da die Bodenplatte liegt, kann es weitergehen. Den Rohbau übernimmt die Firma Pfeifer für 120.000 Euro, die Elektroarbeiten hatte der Gemeinderat an die Weinheimer Firma Steidel für 44.000 Euro vergeben. Insgesamt soll das Gebäude wohl etwa 300.000 Euro kosten. Dazu kommen der Abriss und Neubau der Garagen für knapp 37.000 Euro, die Verlegung der Kabel sowie das Ingenieurhonorar. Architekt Morast moniert jüngst im RNZ-Gespräch: "Es hätten schon viel mehr Ausschreibungen verschickt werden sollen". Und jetzt komme noch die Urlaubszeit dazwischen. Fath ist von dieser Äußerung einigermaßen überrascht: "Wir haben gerade erst mit dem Rohbau angefangen."

In zwei Wochen würden weitere Ausschreibungen rausgehen, mit der Vergabe durch den Gemeinderat sei im September oder Oktober zu rechnen. Es gehe darum, den Bau dann wetterfest zu machen. Daher seien die Aufträge für die Dachabdichtung und die Fenster zunächst mal das Wichtigste vor dem Zuschlag für Sanitär- und Heizungsarbeiten, so Fath, die zudem unterstreicht, dass bislang viele der Koordinationsleistungen auf der Baustelle vom Bauamt erledigt worden seien.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung