17.03.2018

Fanfarenzug "Schriesheimer Löwen": Im Gleichschritt durch die Straßen

Simon ist der jüngste Nachwuchs beim Fanfarenzug Schriesheimer Löwen.

Schriesheim. (capa) Nicht nur beim Fanfarenzugtreffen am letzten Festtag, sondern auch am ersten Mathaisemarkt-Sonntag besuchen zahlreiche Fanfarenzüge aus nah und fern die Stadt. Sie sind fester Bestandteil des Festzugs und prägen mit ihren Trachten dessen Gesamtbild. Dabei sind es nicht nur Erwachsene, die Blasinstrumente spielen oder Fahnen schwenken. Auch Kinder und Jugendliche marschieren mit. Sie bilden die kommende Generation des Fanfarenzugs. So wie Simon, der jüngste Nachwuchs beim Fanfarenzug Schriesheimer Löwen.

Der Elfjährige kommt aus Schriesheim und geht in die fünfte Klasse. Mit seinem Trainer Michael Herwig trifft er sich jeden Dienstagabend im Vereinsheim des Roten Kreuzes in der Ladenburger Straße und übt fleißig für die Auftritte.

2016 hatte er bei den Ferienspielen der Stadt teilgenommen und war dabei auf den Fanfarenzug gestoßen. Schon damals hatte er großes Interesse an der Gruppe, musste sich seinen Beitritt aber noch einmal überlegen. Seit etwas über einem Jahr ist er nun dabei, neben Sport, Malen und Spielen mit seinem jüngeren Bruder ist jetzt das Trommelspielen zum Hobby geworden. "Mir macht trommeln Spaß", sagt Simon, der sich von Anfang an sicher war, welches Instrument er spielen wollte.

An seinen ersten Auftritt erinnert sich Simon noch gut: "Das war in der Mehrzweckhalle." Der Sozialverband VdK hatte sein Jubiläumstreffen. Damals trommelte er aber noch nicht, sondern schwenkte die Fahne. "Als Fahnenschwenker ist er manchmal ein bisschen zu schnell gelaufen, aber das ist nicht mehr so", sagt Herwig. Für das Musikinstrument musste Simon zunächst noch üben. Sein erster Auftritt mit der Trommel war dann beim "Tanz unter der Linde". Mittlerweile ist er an der Trommel besser geworden und wird auch beim Mathaisemarkt mit marschieren.

Dann wird er seine eigene Landsknechtuniform tragen, die in Anlehnung an Schriesheim in Gelb und Schwarz gehalten ist. Bis es aber so weit ist, wird er noch kräftig mit den anderen üben, damit für den großen Auftritt jeder Schlag sitzt.

"Ich find’ die Zwischenstücke noch schwer und dass ich gleichzeitig laufen und trommeln muss", sagt Simon. Auch die Synchronität mit den anderen sei nicht so einfach, wie es aussehe, sagt Herwig. Am liebsten mag Simon den Verbandsschlag: Ein Trommler legt los, erst danach beginnt die Gruppe zu spielen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung