13.06.2018

Einsatzkräfte von Bergstraße und Neckar eilten den Nachbarn zu Hilfe

Hemsbach brauchte dringend Hilfe – Oliver Scherer: "Kirchturmdenken unter den Wehren ist vorbei"

Bergstraße/Neckar. (web/make/ans) Es war am späten Montagnachmittag, wenige Minuten nach 17 Uhr, als die Region von einem Unwetter heimgesucht wurde, das in Hemsbach historische Ausmaße annahm. Feuerwehrkräfte aus der ganzen Region rückten nach Hemsbach aus, um den dortigen Wehrleuten zu helfen. Allein aus Weinheim und Sulzbach kamen acht Fahrzeuge samt Besatzungen in die nördliche Nachbarstadt.

Binnen kürzester Zeit waren über 40 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel gekommen. Hemsbach war der Schwerpunkt, vermutlich weil hier zwei so genannte Gewitterzellen aufeinandergeprallt waren. Die Kräfte bildeten im dortigen Feuerwehrzentrum eine Art Krisenstab, um alle Hilferufe geordnet abarbeiten zu können. Ein Bewohner der Gemeinde verletzte sich und kam ins Krankenhaus: Er hatte in seinem vollkommen nassen Keller einen Stromschlag abbekommen.

Ladenburg/Schriesheim: Schriesheims Abteilungskommandant Oliver Scherer koordinierte am Einsatzabend die Unterkreisführungsgruppe Ladenburg: "An weit über 150 Stellen haben wir geholfen und Wasserstände von ein paar Zentimetern bis zu einem halben Meter abgepumpt." Er formierte die Einsatzkräfte zunächst auf einem Parkplatz an der A 5 zur Taktischen Einheit und orderte die Rettungszüge dann nach Hemsbach. "Unter den Wehren ist das Kirchturmdenken vorbei, wir unterstützen einander, wo wir können." Die Feuerwehr Schriesheim war mit 18 Kräften im Einsatz.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung