15.02.2019

Mathaisemarkt-Ausstellung: Ladenburgerin präsentiert Oasen der Ruhe

Mathaisemarkt-Ausstellung: Ladenburgerin präsentiert Oasen der Ruhe

Malerin Cornelia Komor zeigt 40 Werke bei Mathaisemarkt-Kunstausstellung - Betrachter sollen im Feuerwehrhaus Entdeckungen machen

Über Kuratorin Romy Schilling (l.) kam der Kulturkreis um Jochen Wähling (2.v.l.), Dieter Weitz (2.v.r.) und Carla Schoenmakers (r.) an den Kontakt zu Cornelia Komor. Foto: Dorn

Von Nicoline Pilz

Schriesheim. Das größte Werk, das Cornelia Komor bei der Kunstausstellung zum Mathaisemarkt präsentieren wird, zeigt auf 80 mal 130 Zentimetern eine Landschaft in Grün- und Blautönen, in der man gerne versinken würde. Und das würde die in Ladenburg lebende und arbeitende Künstlerin freuen: "Ich möchte gerne, dass man bei meinen Bildern zur Ruhe kommen kann. Sie sollen für jeden kleine Oasen sein", sagt sie im Pressegespräch.

Rund 40 Bilder in der von ihr bevorzugten Acryl-Mischtechnik wird Cornelia Komor während des Mathaisemarkts im Haus der Feuerwehr ausstellen - eine "frühlingshafte" Schau, wie sie anmerkt. Kuratorin Romy Schilling nickt: "Das wird eine schöne, eine sehr farbige Ausstellung, auf die ich mich sehr freue. Sie wird die Besucher mitnehmen und beseelen." Komor und Schilling verbindet eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit.

Als Komor 2002 im Domhof in Ladenburg eine Ausstellung mit sieben Künstlern organisierte, empfahl ihr jemand Romy Schilling als Laudatorin. Seitdem ist der Kontakt eng und kommt nun dem Kulturkreis Schriesheim mit Museum Théo Kerg als Veranstalter der traditionsreichen Kunstausstellung zum Mathaisemarkt entgegen. Beziehungsweise vor allem den Besuchern, jährlich zwischen 3000 und 4000, wie Geschäftsführerin Carla Schoenmakers feststellt.

Unter der Überschrift "… und was siehst Du?" bietet die Werkschau unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hansjörg Höfer in diesem Jahr eine Spielwiese zur Bewusstseinsschärfung, um in den nicht-gegenständlichen Bildern nach Verborgenem und Nuancen zu suchen und Details zu finden. Jeder Betrachter wird dabei andere Entdeckungen machen und Unterschiedliches bemerken. Kunst, die Freiräume schafft. Erfahrungsgemäß, so Komor, entwickelten sich daraus Dialoge mit Besuchern. Das Feuerwehrgerätehaus könnte in der Zeit der Ausstellung also durchaus zur Kommunikationsplattform für Kunstinteressierte werden.

"Malerei begleitet mich schon mein ganzes Leben lang", sagt Komor. Ihre Großväter haben offenbar künstlerisch-kreative Gene und den Blick für ästhetisches Design vererbt. Seit 2002 präsentiert die gebürtige Stuttgarterin und diplomierte Kommunikationsdesignerin ihre abstrakten Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Vor circa zehn Jahren war sie bereits mit einer Ausstellung bei "Schriesheim im Wandel" dabei.

Die Mathaisemarkt-Kunstausstellung 2019 umfasst mit "… und was siehst Du?" rund 40 ihrer Gemälde. "Ich bin sicher, dass das Ganze erfolgreich sein wird", sagt Schilling. Nach einer zeitlich begrenzten Abstinenz ist Kulturkreis-Vorsitzende Gabriele Mohr-Nassauer glücklich, dass Schilling für den Verein reaktiviert werden konnte und die Werkschau kuratiert.

Info: Musikalisch begleitet das Saxofon-Ensemble "55 Names" um Musikschulleiter Olaf Weithäuser die Vernissage am Freitag, 8. März, um 17 Uhr im Haus der Feuerwehr. Geöffnet ist dann bis Sonntag, 17. März, immer samstags von 9 bis 12 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr und Montag, Dienstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr. Am Sonntag, 10. März, ist die Ausstellung während des Festumzugs geschlossen.

HINTERGRUND
> Cornelia Komor, geboren 1964 in Stuttgart, aufgewachsen in Rosenheim, lebt und arbeitet in Ladenburg. Nach dem Abitur studierte sie Malerei und Zeichnen bei Hans Seeger, München. Anschließend Studium der Malerei an der Hochschule für Gestaltung in Augsburg bei Hermann Waldenburg, Ovis Wende, Joachim Palm und Jonas Hafner sowie Illustration bei Otti Uhlig. Danach Tätigkeiten unter anderem in München und Hamburg als Art-Direktorin bei internationalen Werbeagenturen.

Seit 2002 regelmäßig Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg. Intensive Auseinandersetzung mit der Malerei, vorzugsweise Acryl-Mischtechnik - ihre Bilder entstehen spontan und entwickeln sich meist erst während der Auseinandersetzung mit der Leinwand, dem Thema und der Idee. Kräftige Farben und grafische Formen sind ebenso Themen wie das sensible Einarbeiten mit Fundstücken und Naturmaterialien. nip

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung