20.03.2019

Gemeinderat Schriesheim: Altenbacher Wohnanlage kommt erneut auf den Prüfstand

Elf Ausnahmen vom Bebauungsplan beantragt - Ausschuss für Technik und Umwelt gab mehrheitlich grünes Licht für "Rewe to go"

Schriesheim. (mpt) Wohnraum schaffen ja, aber nicht zu jedem Preis: Das Thema innerstädtische Verdichtung zog sich am Montagabend wie ein roter Faden durch die Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt. In Altenbach kommt ein Großprojekt noch einmal auf den Prüfstand - und soll erst durch die Zustimmung der umliegenden Bevölkerung grünes Licht erhalten.

Im Osten des Ortsteils ist die Errichtung einer Wohnanlage mit zwei Doppelhaushälften sowie drei Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Allerdings weist das Bauvorhaben gleich mehrere Überschreitungen und Abweichungen vom Bebauungsplan auf. Terrasse und Balkone würden die Baugrenze bis zu 5,90 Meter übertreten, eine neue Erschließungsstraße müsste entstehen und die Stellplätze genehmigungsfähig sein. Zudem gehe die genaue Höhe der Gebäude aus den Unterlagen gar nicht hervor.

Insgesamt elf Befreiungsanfragen hat Beate Kreis von der Bauverwaltung auf einem Fragenkatalog festgehalten. "Bei so vielen Abweichungen muss die Nachbarschaft mit einbezogen werden und gegebenenfalls ein neuer Bebauungsplan ausgeschrieben werden", stellte Bürgermeister Hansjörg Höfer fest. Dem pflichteten die Ausschussmitglieder bei. "Grundsätzlich stehen wir dem Bauvorhaben positiv gegenüber. Es ist etwas Gutes für Altenbach", erklärte Grünen-Fraktionssprecher Christian Wolf. Die Befreiungswünsche seien nachvollziehbar, allerdings müsste auch noch über das exakte Höhenniveau diskutiert werden - mit der Verwaltung und den Nachbarn. Einzig einer Überschreitung der südwestlichen Baugrenze durch Terrassen wird somit zugestimmt. Alles andere muss erneut auf den Prüfstand.

Seine grundsätzliche Zustimmung erteilt das Gremium der Aufstockung eines Wohn- und Geschäftshauses in der Kirchstraße. Allerdings wird auch hier die konkrete Umsetzung kritisch beäugt. Zwecks Errichtung zwei weiterer Wohnungen soll das Dach rundum erneuert und bei einer Neigung von 45 Grad mit einem abgewalmten Giebel hergestellt werden. Dadurch würde jedoch die Firsthöhe um 2,50 Meter anwachsen. "Das ist zu massiv", fand Irmgard Mohr (SPD). "Die Höhe sehe ich kritisch", betont auch Jutta Becker von den Freien Wählern. Deshalb wird auch hier empfohlen, dass sich die neue Dachkonstruktion besser in die Umgebung einpasst und an den umliegenden Häusern orientiert.

Im Januar sorgte sie schon für Diskussionen, nun wurde der Umwidmung einer Garage zu Wohnzwecken in offener Bauweise die Erlaubnis erteilt. Im Wiesenweg wurde im rückwärtigen Bereich ein bereits vorhandener Abstellraum in Wohnfläche verwandelt. Ob diese jedoch tatsächlich nutzbar ist, stellte zumindest Christian Wolf in Zweifel. Der Lageplan sei veraltet und die Lüftung des Schornsteines bedürfe starker Nachbesserungen, so der Grünen-Stadtrat. Seine Fraktion lehnte das bereits umgesetzte Vorhaben daher ab, alle anderen Ausschussmitglieder votierten jedoch dafür. Grünes Licht wurde auch für die Errichtung einer Gerätehütte in der Beethovenstraße erteilt.

Bei der Umwandlung des Tankstellen-Shops in der Römerstraße legten dann die Sozialdemokraten ihr Veto ein. Durch die Umsetzung eines "Rewe to go"-Konzepts soll das Angebot frischer Lebensmittel steigen. "Durch die Nähe zur Innenstadt entsteht somit eine Konkurrenzsituation", betonte Fraktionschef Sebastian Cuny. Daher lehnten die Genossen die Shop-Erweiterung aufgrund des Einzelhandelskonzepts ab. Alle anderen Fraktionen stimmten dafür.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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