21.05.2019

Kriminalstatistik 2018 vorgestellt

Zahl der angezeigten Straftaten ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent gesunken

Schriesheim. (fjm) Eigentlich wolle er die Zahlen nicht interpretieren, sagte Holger Behrendt. Doch der Leiter des Polizeireviers Weinheim hatte in der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch nach eigener Aussage nur Positives zu berichten: Die Zahl der angezeigten Straftaten ist in der Weinstadt 2018 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent gesunken, von 538 auf 414.

Von einem "Erdrutsch" sprach Behrendt, auch wenn die Zahlen auf diesem niedrigen Niveau immer schwankten. "Wenn nächstes Jahr zum Beispiel eine Horde Jugendlicher beim Mathaisemarkt durch die Straßen zieht, haben wir auf einen Schlag 20 Sachbeschädigungen mehr", so Behrendt. 2019 werde die Zahl der Vermögensdelikte wohl wieder deutlich ansteigen - weil RNV und Polizei mit großem Personalaufgebot Fahrscheine am Schriesheimer Bahnhof kontrolliert haben. 50 Schwarzfahrer wurden erwischt.

Viel wichtiger ist, dass in Schriesheim 2018 nur knapp 50 Körperverletzungen angezeigt wurden, davon 34 "leichte" Delikte, zum Beispiel Rempler oder Ohrfeigen. 94 Prozent dieser Fälle könne die Polizei im Schnitt aufklären, so Behrendt. Auch die Straßenkriminalität sei auf ohnehin niedrigem Niveau weiter zurückgegangen, Rauschgift-Delikte wurden ebenfalls seltener gemeldet. Nach der Einbruchsserie in geparkte Autos im Jahr 2016 mit 52 Fällen bleibt deren Zahl seit 2017 im einstelligen Bereich, fast ebenso selten werden in Schriesheim Wohnungseinbrüche angezeigt (zehn Fälle im Jahr 2018).

Für Behrendt ebenfalls ein Erfolg: Im vergangenen Jahr wurden deutlich weniger Fahrraddiebstähle bei der Polizei gemeldet. "Vielleicht hat ja der eine oder andere Radfahrer letztes Jahr zugehört", sagte der Revierleiter, der angemahnt hatte, abgestellte Räder mit einem Schloss vor Dieben zu sichern. Mit dem Rückgang angezeigter Straftaten sei auch die Zahl der Tatverdächtigen gesunken, so Behrendt. Etwas mehr als die Hälfte kamen 2018 aus Schriesheim. "Wir haben also keine importierte Kriminalität in hohem Maße." Auch beim Mathaisemarkt funktioniere die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gut, das Rucksacktrinken halte sich in Relation zu den Besucherzahlen in Grenzen. "Wir werden aber neben dem Kriegerdenkmal auch den Spielplatz in der Steinachstraße als Treffpunkt der Jugendlichen stärker in den Fokus nehmen."

Sämtliche Fraktionen werteten die Zahlen positiv, auch wenn Rainer Dellbrügge (SPD) und Wolfgang Renkenberger (FDP) betonten, dass das Sicherheitsgefühl unter einzelnen Vorfällen leide. Behrendt nannte Schriesheim am Rande sogar "eigentlich ein Paradies".

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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