24.06.2019

So war das Sommerfest des Vereins der Hundefreunde

Zufahrt zu Gelände wegen paralleler Reiterveranstaltung erschwert

Schriesheim. (nip) Die Ohren flattern im Wind, der Körper ist gespannt wie ein Flitzebogen. Hochkonzentriert saust Milo beim Verein der Hundefreunde 1968 Schriesheim über die Strecke. Der Kleine aus der "Pampersgruppe" nimmt teil an einem der Wettbewerbe, die der Verein anlässlich seines Sommerfestes auf der Anlage für Vier- und auch Zweibeiner veranstaltet. Gerade beim Turnierhundesport, so schildert es Andrea Hey-Meier, absolviere der Hund alle Aufgaben zu 80 Prozent mit dem Menschen zusammen. Da Geländeläufe dazugehören, ist ein wenig menschliche Fitness nicht verkehrt. "Turnierhundesport, das ist Leichtathletik mit Hund über Hürden und Hindernisse hinweg", erklärt Hey-Meier weiter. Beim Agility führe man den Hund von sich weg. "Gehorsam auf Distanz", nennt sich das.

Die langjährige zweite Vereinsvorsitzende hat ihren Posten bei der letzten Jahreshauptversammlung an Natalie Gabriele weitergereicht. "Es ist doch wichtig, Platz zu machen für Jüngere, damit die reinwachsen können in die Vorstandsarbeit", findet sie. Sie selbst ist Schriftführerin geworden, Natalie Gabriele übernimmt beim Sommerfest auch die Moderation von Wettkämpfen und Vorführungen.

Es könnten ein paar mehr Teilnehmer sein: "Der Zulauf ist okay, aber mehr geht immer", sagt Andrea Hey-Meier. Zum einen sei die Resonanz aufs Sommerfest ja immer auch wetterabhängig. Zum anderen aber, und da macht sie ihrem Unmut etwas Luft, sei die Absprache mit dem Reiterverein eine andere gewesen. "Zwei Feste in derselben Ecke mit einer gemeinsamen Zufahrt, das ist nicht optimal", meint sie. Sie seien ein kleiner Verein, dem man es einfach etwas leichter hätte machen können, indem man die Zufahrt nicht derart erschwere.

Den Vierbeinern, ob Pferden oder Hunden, waren diese Probleme eher egal. Bei den Hunden lag der Fokus auf den Leckerlis, die es nach jedem Rennen gab, auf frischem Wasser und kleinen Pools, in die man sich stürzen konnte. Für die ganz Kleinen hat der Verein im letzten Jahr erst für ein paar Tausend Euro die Welpengruppe komplett saniert, das Gelände ausgekoffert, mit Unkrautvlies ausgekleidet und dann mit den vom Sägewerk angelieferten Bio-Holzschnitzeln gefüllt. "Tagelang und mit vielen Helfern", sagt Hey-Meier. Die Holzschnitzel seien glatt geschliffen und frei von chemischen Zusatzstoffen. Die Welpen können begeistert darauf herumkauen, ohne sich Splitter einzufangen.

Was die Hundefreunde ebenfalls anbieten, ist eine Beratung von Zweibeinern, die sich einen Hund zulegen wollen. Und auch später sind alle willkommen, die im Kreis Gleichgesinnter ihre Tiere erziehen oder beschäftigen wollen. "Das läuft ganz ohne Verpflichtung und beitragsfrei", sagt Hey-Meier, die auch in ihrer Freizeit für die Welpen da ist. Die Frage, ob für manche Hunderassen der Begriff "Kampfhund" verwendet werden sollte, verneint sie klipp und klar. Es sei immer der Halter, der verantwortlich sei für sein Tier. Sie selbst lege bei Züchtungen großen Wert darauf, dass charakterlich gefestigte und gesunde Hunde verpaart werden. "Es kommt auch immer darauf an, wo man einen Hund kauft. Aus dem Kofferraum heraus auf keinen Fall", betont sie.

Im Herbst plant der Verein noch einen sogenannten "Tunnelcup" für alle Hunde, die den Tunnel und die Kommandos dafür auch kennen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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