02.03.2020

Keine Marktgespräche am Mathaisemarkt

Grüne wollen Veranstaltung wegen Problemen bei Redner-Suche terminunabhängig stattfinden lassen

Schriesheim. (keke) Zeitlich "nur verschoben, aber nicht aufgehoben" sind nach Angaben der Vorsitzenden des Schriesheimer Grünen-Ortsverbands, Fadime Tuncer und Rouven Langensiepe, die "Grünen Marktgespräche" im Rahmen des Mathaisemarktes. Spitzenpolitiker aus Land oder Bund als Redner und Diskussionspartner für die bisher jeweils am ersten Mathaisemarkt-Donnerstag durchgeführten "Marktgespräche" zu gewinnen, werde immer schwieriger, so Tuncer.

Deshalb wolle man das Gesprächsformat neu konzipieren, vom bisherigen Termin entkoppeln, den "Zeitkorridor erweitern" und auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verschieben. Dies auch, weil man mit dem am 12. März erstmals stattfindenden "Mediterranen Abend" des örtlichen Bunds der Selbstständigen (BDS) nicht konkurrieren will. Stattfinden würden die Marktgespräche als fester Programmpunkt des Ortsvereins aber auch in Zukunft, war sich das Duo einig.

Während man mit den bisherigen Marktgesprächen jeweils im Frühjahr "politische Akzente" setzte, bietet das gegen Ende des Jahres angesiedelte und mehr gesellschaftlich orientierte "Kulturherbst"-Angebot der Partei vor allem "Platz für Grüne Herzensthemen". Auch dieses Format bleibt auf jeden Fall auf dem jährlichen Terminkalender. Auf "Grüne Prominenz" wie bei den zurückliegenden Marktgesprächen wolle man künftig nicht verzichten, verwies Langensiepe an in der Vergangenheit aufgetretene Redner wie Stuttgarts demnächst aus seinem Amt scheidenden Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Landwirtschaftsminister Alexander Bonde und den Landesminister für Soziales und Integration, Manfred "Manne" Lucha, der im Vorjahr in Schriesheim zu Gast war. Auch an der baden-württembergischen Landtagspräsidentin Muhterem Aras sei man in der "Suchschleife" für 2020 "dran" gewesen, so Tuncer, für einen Auftritt am marktfreien Donnerstag "allerdings vergeblich".

Einen Teil einer dem Ortsverein kürzlich zugegangenen Spende aus dem Nachlass von Hans Schuhmann werde man verwenden, um im Stadtgebiet Bäume zu pflanzen, so eine weitere Ankündigung von Tuncer und Langensiepe. Der andere Teil soll sozialen Zwecken zugute kommen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung