28.03.2020

Feuer in der Schnaps-Brennerei des Obsthofes Volk griff auf Scheune über

Das Dach der Scheune wurde komplett zerstört - Rund 150.000 Euro Sachschaden

Hirschberg/Schriesheim. (ans) "Klar ist das ärgerlich, aber die Hauptsache ist, dass niemandem etwas passiert ist", sagt Obstbaumeister Werner Volk im Gespräch mit der RNZ am Sonntag. "Alles andere kann man reparieren." Am späten Freitagnachmittag kam es zu einem Großbrand in der Schnapsbrennerei auf Volks Obsthof In den Langen. Aus noch ungeklärter Ursache kam es in einem Raum einer umgebauten Scheune zum Austritt von Alkohol, der sich dann an der heißen Destillieranlage entzündete. Volk war gerade am Brennen, als es passierte.

"Wir haben insgesamt elf Feuerlöscher verbraucht, um die Flammen einzudämmen und konnten den Brand so begrenzen", erzählt Volk. Die Flammen erfassten allerdings auch das Dach der Scheune, das größtenteils zerstört wurde. Auch die Destillieranlage, von der sich der Brand ausbreitete, wurde schwer beschädigt. Eine zweite danebenstehende Anlage blieb weitestgehend verschont. Volk kann weiterhin brennen, auch der Betrieb des Hofladens ist nicht beeinträchtigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf gut 150 000 Euro.

Für die Freiwilligen Feuerwehren war es ein Großeinsatz: Die Einsatzkräfte aus Schriesheim, Hirschberg und Dossenheim konnten den Brand schnell löschen. Zudem unterstützten die Wehren aus Ilvesheim, Ladenburg, Heddesheim und Edingen-Neckarhausen die Arbeiten, so dass gut 80 Wehrleute im Einsatz waren.

Während die Floriansjünger aus Schriesheim unter Atemschutz den Brand am Dach, direkt in der Brennerei, und von außen bekämpften, stellten die Hirschberger Kameraden von der Beregnungsanlage aus über zwei Leitungen die Wasserversorgung sicher und unterstützten dann mit je einem Trupp die Wehr aus der Nachbarkommune. Schließlich wurde noch die Feuerwehr Dossenheim mit einem Tanklöschfahrzeug zur Sicherung der Wasserversorgung alarmiert.

Knapp eine halbe Stunde nach dem ersten Alarm war das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich laut Feuerwehr Schriesheim noch in die Länge, da im Dachboden verschiedene Materialien, unter anderem Dämmwolle gelagert waren. Diese mussten unter Atemschutz aus dem Gebäude geräumt werden. Um 19.10 Uhr konnte dann "Feuer aus" gemeldet werden. Dennoch dauerten die Nachlöscharbeiten noch an. Um 21 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr vor Ort soweit beendet. Volk kümmerte sich selbst um eine Brandwache. Da über das Brandobjekt eine Überlandstromleitung verlief, wurde noch der Energieversorger nachgefordert.

Am Samstag waren die Feuerwehren Schriesheim und Hirschberg noch einmal vor Ort – zur Brandnachschau und um die letzten Geräte abzubauen. "Hier konnten keine Auffälligkeiten entdeckt werden", schreibt dazu Wehr.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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