27.04.2020

Die Realschulklassen werden nach Geschlechtern geteilt

Zumindest ist das der Plan der Kurpfalz-Realschule für die Abschlussjahrgänge ab dem 4. Mai - Klassen 5 bis 8 weiter im "Homeschooling"

Schriesheim. (mank) Auch bei den Realschulen geht es in der nächsten Woche wieder los, aber nur für die beiden Abschlussjahrgänge. Die Klassen 5 bis 8 bleiben im "Homeschooling". "Am 4. Mai fangen bei uns die Schüler der 9. und 10. Klassen wieder mit dem Präsenz-Unterricht an", erklärt Petra Carse, Schulleiterin der Kurpfalz-Realschule, "das sind 115 Schüler". Unterrichtet werden die prüfungsrelevanten Kernfächer, also Deutsch, Mathematik und Englisch. Die schriftlichen Abschlussprüfungen der Realschule finden ab dem 20. Mai statt, beginnend mit dem Fach Deutsch. Mathematik (25. Mai) und Englisch (27. Mai) folgen.

"Wir werden die einzelnen Klassen halbieren – in eine Mädchen- und eine Jungengruppe." So werden zwölf bis 15 Schüler in einer Gruppe sein. Eine der beiden Gruppen wird zum Beispiel zwei Stunden Deutsch-Unterricht haben, die andere Mathematik. Nach der Pause wird dann das Fach und damit auch der Lehrer gewechselt. Die Schüler werden zusammen mit dem Lehrer in den Pausenhof gehen – natürlich wird der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten– und sich dort an gruppenweise unterschiedlichen Stellen aufhalten. Der Lehrer, der danach die Schüler unterrichtet, wird sie zurück ins Zimmer begleiten. "Außerdem werden die Gruppen etwas zeitversetzt in die Pause gehen, sodass sie sich nicht im Treppenhaus begegnen", ergänzt Carse. Insgesamt werden die Schüler vier bis sechs Schulstunden pro Tag haben.

Und auch der Toilettenbesuch wird neu geregelt: immer nur eine Person im Sanitärbereich, ein Lehrer vor den Toiletten zur Aufsicht (in den Pausen). Die Eltern und Schüler wurden über die Änderungen bereits informiert. "Dies alles wird nur funktionieren, wenn die Schüler mitmachen – also Abstand halten, pünktlich zum Unterricht kommen und sich an die allgemeinen Hygieneregeln halten ", betont Carse.

Verschiedene Prüfungen wurden schon vom Kultusministerium abgesagt: So finden in diesem Schuljahr für die Zehntklässler keine fächerübergreifenden Kompetenzprüfungen statt, ebenso keine fachinternen Überprüfungen im Wahlpflichtfach. "Es werden auch weniger Klassenarbeiten geschrieben – und die Arbeit, die die Schüler zuhause leisten, wird nicht bewertet", so die Schulleiterin.

Die Klassen 5 bis 8 werden weiterhin zuhause unterrichtet. Das "Homeschooling" habe nach Anfangsschwierigkeiten bisher gut geklappt. Bisher werde eher "traditionell" gearbeitet: Aufgaben werden ins System gestellt und von den Schülern "geholt", kommuniziert werde über das Telefon oder per E-Mail.

Die Schulleiterin sieht die Chancengleichheit aber bei dieser Art des Unterrichts nicht gewährleistet – die Situation sei zum Beispiel schwierig für schwache Schüler, die motiviert werden müssen. Und nicht alle Schüler haben zuhause einen Computer oder Zugriff darauf. Daher bietet die Schule 15 Notebooks zum Leihen an; bei Bedarf sollten sich Eltern im Sekretariat melden. "Wir haben allerdings noch keine Rückmeldung erhalten", so Carse.

Die Schulleiterin macht Mut: "Das wird ein schwieriges Schuljahr, aber wir sollten uns nicht verrückt machen lassen, wir bekommen es hin. Die Gesundheit geht vor – und irgendwann sehen wir alle unsere Schüler wieder!"

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung