06.06.2020

Waldschwimmbad Schriesheim: Es bleibt dabei: Am 1. Juli wird geöffnet

Beim Besuch der Freien Wähler wurden neue Details des Saisonstarts bekannt

Schriesheim. (hö) Die Details der Landesverordnung waren noch keinen Tag alt, da konnten die Freien Wähler bei ihrem Besuch gestern Nachmittag schon aus erster Hand erfahren, wie es im Waldschwimmbad weitergehen soll: Die Vorsitzende der Interessengemeinschaft zur Erhaltung des Waldschwimmbades Schriesheim (IEWS), Sabine Portz, und IEWS-Sprecher Kim Koschorreck erklärten, was sich gegenüber dem gestrigen RNZ-Artikel verändert hat: fast nichts. Denn, so Koschorreck: "Die Auflagen des Landes sind inhaltlich ja nicht so überraschend." Also beispielsweise die Abstandsgebote oder die geschlossenen Duschen (die Toiletten bleiben aber auf).

Weiterhin peilt die IEWS den 1. Juli als Tag der Wiedereröffnung an. Aber manche nicht ganz unwichtige Fragen sind noch offen: Wie viele Besucher dürfen maximal ins Bad? Ins große Becken mit seinen 900 Quadratmetern Fläche passen 80 bis 90 Wasserratten, ins Kinderbecken (75 Quadratmeter) 18. Auf der Liegewiese hingegen wäre Platz für 450 Badegäste. Und jetzt? Darf nur ein Fünftel von denen ins Wasser? Und wer soll das kontrollieren? Im Moment geht die Tendenz dahin, dass nur so viele Personen ins Bad rein dürfen, wie in den beiden Becken erlaubt wäre, also wohl um die 100. Und sollen dabei die IEWS-Mitglieder bevorzugt werden? Hier deutet sich an, dass es feste Kontingente für die Mitglieder geben soll, schließlich zahlen sie Beiträge.

Auf einer Vorstandssitzung will die IEWS solche Fragen klären – und auch, wie ganz konkret die Anmeldung und Reservierung der knappen Plätze ablaufen soll. Und wie lange darf man dann drin bleiben? Koschorreck bevorzugt immer noch die Idee eines Zwei-Stunden-Fensters, das man vorab per Internet oder App verbindlich reservieren muss. Und was machen Leute ohne Computer oder Handy? Viele Fragen, mit dene gerade die IEWS-Macher herumschlagen müssen, darunter zum Beispiel, ob und wie der Kiosk wieder öffnet. Dem Betreiber wurde die Pacht erlassen, und Koschorreck geht davon aus, dass es ab dem 1. Juli auch wieder etwas zu essen, auf jeden Fall aber etwas zu trinken geben wird. Und werden die beliebten Rutschen denn wieder freigegeben werden? "Ich plädiere dafür, dass die zu bleiben. Es sollen ja Ansammlungen vermieden werden", meint der technische Hausmeister Hans Portz, der mit seiner Frau die Ratsfraktion durchs Schwimmbad führte.

Dort zeigten beide den Freien Wählern, was man in den letzten Monaten alles geleistet hat: von dekorativ bepflanzten Rabatten über die frisch lackierten Kabinen (nur die Türen fehlen noch) oder den neu angelegten Volleyballplatz, bei dem auch die Fußballer mit angepackt haben: "Ein Verein allein, kann nichts mehr stemmen", sagt Hans Portz. Auch der alte Bouleplatz, der aber kaum genutzt wurde, soll jetzt mit wetterfesten Tischtennisplatten neu gestaltet werden. "Wir haben endlich mal ein paar Sachen in Angriff genommen, zu denen wir das ganze Jahr nicht gekommen sind", sagt Hans Portz. Und Bernd Hegmann versprach für die von so viel Engagement sichtlich angetanen Freien Wähler, dass diese sich um die Bepflanzung der noch leeren Blumenkübel kümmern wollen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung