14.06.2020

Gewerbegebiet östlich der B3 bekommt schnelles Internet

Gewerbegebiet östlich der B3 bekommt schnelles Internet

Glasfaseranschluss kostenlos? Ja, das gibt es! - Aber man muss sich beeilen

Bis zum nächsten Sommer soll es im Gewerbegebiet ein Glasfasernetz geben. Foto: Dorn

Wieso das Gewerbegebiet? Das sei deswegen ausgesucht worden, um "die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen vor Ort zu verbessern und den Standort zu stärken, daher ist ein Ausbau der Internetverbindungen gerade im Sinne einer aktiven Wirtschaftsförderung unerlässlich", so die Stadt und Fibernet. Erschlossen werden die Carl-Benz-Straße, die Industriestraße, die Porphyrstraße, den Spännigweg und die Werner-von-Siemens-Straße. Im Moment baut seine Firma vorrangig die Gewerbegebiete im Kreis mit Glasfaser aus, sagt Thomas Heusel von Fibernet – und zwar mit dem Bundeszuschuss (siehe unten).

Wieso ist das kostenlos? Das liegt an einem üppigen Landes- und Bundeszuschuss von bis zu 80 Prozent, bei dem die Bedingung ist, dass die Glasfaser direkt zum Hausanschluss gelegt wird. Würde Fibernet nun die Eigentümer an den Kosten beteiligen, sinke der Bundeszuschuss, so Heusel.

Muss man sich beeilen? Ja, das Angebot ist zeitlich begrenzt, innerhalb der nächsten zwei Wochen sollte man sich bei Fibernet melden (Telefon: 07261/931535 oder E-Mail: gewerbe@fibernet-rn.de).

Wann ist es so weit? Nach den derzeitigen Planungen gibt es das schnelle Internet im Gewerbegebiet bis zum Sommer 2021. Wann der neue Anschluss "scharf geschaltet" wird und in welchem Umfang er genutzt wird, entscheidet der Grundstückseigentümer selbst. Dazu muss er aber einen Vertrag mit dem Betreiber abschließen, und das ist momentan nur Netcom-BW.

Muss man den Anbieter wechseln? Ja, wenn man schnelles Internet will. Zwar steht das kreiseigene Glasfasernetz von Fibernet allen Telekommunikationsanbietern offen, aber der Telekom ist das noch zu klein. Deswegen gibt es hier momentan nur als einzigen Anbieter die Firma Netcom-BW, die auch Betreiberin ist. Wer weiter bei Telekom & Co. bleiben will – kein Problem. Die Kupferleitungen liegen weiter im Boden.

Was rät Bürgermeister Höfer? "Ich kann jedem Grundstückseigentümer nur dringend empfehlen, von diesem einmaligen Angebot zur Erstellung eines kostenfreien Hausanschlusses Gebrauch zu machen und sich mit dem Zweckverband in Verbindung zu setzen." Zumal die Betriebe nicht nur von einer dann sehr guten Datenverbindung profitieren würden, sondern sich auch der Wert der Immobilie steigere.

Wieso kostet ein Hausanschluss in Altenbach 1200 Euro und im Gewerbegebiet nichts? Weil die Glasfaser im Gewerbegebiet mit Bundeszuschüssen gefördert wird – und in Altenbach eben nicht, zumal es sich um keine Kompletterschließung handelt: Hier wird "nur" eine Glasfaser-Hauptleitung durch die Hauptstraße gelegt, von der auch nur die direkten Anwohner profitieren. Außerdem gibt es diese Form der Bundeszuschüsse erst seit Ende 2018, da war die Entscheidung für die jetzige Form des Ausbaus schon gefallen. Insofern: Pech gehabt. Aber Glasfaser für ganz Altenbach hätte Fibernet auch gar nicht stemmen können, so Heusel. Tatsächlich erschließt seine Firma gerade nicht nur Gewerbegebiete, sondern auch Orte wie Heiligkreuzsteinach und Eiterbach. Dort gibt es wegen der Bundesförderung einen Gratis-Glasfaseranschluss.

Copyright (c) rnz-online

Autor: Rhein-Neckar-Zeitung