27.06.2020

Darum war der Kanzelbach dunkelbraun

Leser berichtet von Verschmutzung - Feuerwehr: Es war Schlamm

Schriesheim. (hö) Moritz Krake meldete sich bei der RNZ: "Am Dienstag, 23. Juni, färbte sich gegen Abend der Kanzelbach dunkelbraun und roch nach Lacken und Farbe. Auf Nachfragen bei der Stadt erhielt man die Antwort, dass man sich den Vorfall anschauen würde, es sich jedoch sicherlich nur um "ungefährliche Abwässer eines hiesigen Hopfenverwerters" handle.

Nach einem Hinweis schauten sich Feuerwehrkommandant Oliver Scherer und Bürgermeister Hansjörg Höfer den Bach an, und im Bereich der Hübsch’schen Mühle entdeckten beide tatsächlich braunes Wasser: "Das ist wohl Schlamm", sagt Scherer auf RNZ-Anfrage, "aber wir wissen nicht, wo der herkommen soll, möglicherweise von den aufgeweichten Böden" nach dem Unwetter vor zehn Tagen. Kategorisch kann Scherer ausschließen, dass die Verfärbung von der Malzfabrik Kling herrührt: "Abwässer von Gewerbebetrieben oder von Haushalten dürfen grundsätzlich nicht in den Kanzelbach geleitet werden." Vor Jahren habe es bei Kling-Malz einen Störfall gegeben, als Rapsöl in den Bach gelangte, aber das war in dieser Woche nicht der Fall. Zudem verneint der Feuerwehrkommandant, dass es nach Lack gerochen habe: "Das war eindeutig Schlamm."

Für den Schaum, den Krake fotografierte, hat Scherer nur diese Erklärung: "Wenn sich nach längerer Trockenheit Blüten zersetzen, dann kann sich schon eine Schaumschicht bilden."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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