13.07.2020

Die "T-Band" rockt am Sonntag im Fernsehen

Die "T-Band" rockt am Sonntag im FernsehenDas Rhein-Neckar-Fernsehen überträgt gleich zweimal ein einstündiges Konzert der Schriesheimer Formation - Aufgenommen wurde es im Studio der Edinger Firma Epicto

Sie wollen rocken – und zwar in den Räumen der Firma Epicto, vertreten durch Maja Schenk: die T-Band mit (v.l.) Wolfgang Amann, Alexander Hoppe, Richard Jung, Thomas Münster, Jörg Dalmolin, Klaus Schenk und Mirko Amann. Foto: Dorn

Schriesheim/Edingen-Neckarhausen. (hö) So schnell kann es gehen: Da spielte die "T-Band" als inoffizieller Botschafter des Schriesheimer Rocks den ersten Mathaisemarkt-Samstag im Zehnkeller, alle freuten sich schon auf den zweiten – und dann kam der "Lockdown" und somit auch der Abbruch des Festes. Von jetzt auf nachher war da nichts mehr, schwante damals schon Bandgründer Wolfgang Amann: "Das war so deprimierend, als wir unsere Sachen im Zehntkeller abgebaut haben. So etwas haben wir noch nie erlebt." Aber auch ganz ohne Auftritte will die Gruppe den Kontakt zu ihren Fans nicht verlieren. So entstand die Idee, was ja momentan nichts Ungewöhnliches ist, im Internet aufzutreten. Aber wenn schon, so sagt Amann, dann soll das auch nach etwas aussehen und klingen.

Damit kam die Band auch auf die Edinger Firma Epicto, die der Schriesheimer Michael Schenk gegründet hat und die 2010 aus der Weinstadt weggezogen ist. Epicto hat sich auf Bühnenshows spezialisiert – ob für Udo Lindenberg, Peter Maffay oder "Pur", aber auch an der Bergstraße ist man bei "Schriese rockt" präsent. Insofern eine Sache der kurzen Wege – dafür sorgte auch Bandmitglied Klaus Schenk, der bei Epicto arbeitet –, und am 21. Juni wurde dann in den hochmodernen Räumen der Firma das Konzert ohne Publikum fürs Internet aufgenommen, wo es gleich am ersten Abend 3000 Personen erreichte. Aber dann gelang Amann noch ein richtiger Coup: Das Rhein-Neckar-Fernsehen war so angetan von der professionellen Aufnahme, dass es diese an diesem Sonntag, 12. Juli, gleich zweimal ins Programm nimmt: zu sehen um 14 und um 18.30 Uhr. "In voller Länge, eine Stunde – keine Aufzeichnung, sondern genauso, wie es auf der Epicto-Bühne war", verspricht Amann. Dabei gibt es keine Krachermusik à la Mathaisemarkt, sondern 14 Stücke "zum Zuhören".

Allerdings war das Konzert an sich schon eine Herausforderung für die sonst so quirligen Musiker, denn gerade Frontmann Klaus Schenk ist dafür bekannt, mit dem Publikum zu spielen: Jeder hatte seinen festen, unabänderlichen Standort: "Zwei Abende Mathaisemarkt waren nicht so anstrengend wie das hier", schnauft Amann durch. Abstandhalten war für alle hart. Und dann natürlich die fehlenden Zuhörer: "Wir haben mal wieder gemerkt: Das Publikum ist durch nichts zu ersetzen", sagt Amann. Apropos hart: Nicht nur die "T-Band" hat die Pandemie schwer getroffen, auch Epicto selbst: Denn das Kerngeschäft mit den Großveranstaltungen ist komplett weggebrochen. "Das wird sich auch nicht ändern, solange es keinen Impfstoff gibt", sagt Maja Schenk vom Firmen-Marketing. "Uns geht es wie allen in der Branche. Aber wir sind da vergleichsweise noch gut dran, weil wir auch für Firmen Live-Streams oder Videokonferenzen anbieten können. Aber das kann natürlich unsere Ausfälle nicht kompensieren." Und so wurden mit dem Lockdown alle 68 Angestellten, inklusive Bandsänger Schenk, in Kurzarbeit geschickt.

Aber bei allem Ungemach: Der Teamgeist der "T-Band", die vor 25 Jahren gegründet wurde – das "T" steht für "Telekom", bei ihrer Mannheimer Niederlassung waren die Gründer Wolfgang Amann und Richard Jung beschäftigt –, ist ungebrochen: "Wir sind eigentlich keine Band", sagt Amann, "wir sind eine verschworene Gemeinschaft."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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