29.10.2020

Im Hofladen der Jäcks gibt es frische Säfte und leckeres Gemüse

Im Hofladen der Jäcks gibt es frische Säfte und leckeres Gemüse

Den Verkauf gibt es schon seit 57 Jahren - Seit 2016 findet er in größerem Rahmen statt

Johannes und Verena Jäck im Hofladen, wo es meist das ganze Jahr über Äpfel zu kaufen gibt. Foto: Dorn

Von Nicoline Pilz

Schriesheim. Der Kater der Familie Jäck sitzt auf der Türschwelle und schaut sehnsüchtig nach drinnen: Im Gegensatz zu den Besuchern des Hofladens darf er nicht hinein, woran sich das verschmuste Kerlchen zwar hält, aber es wohl auch nicht in Ordnung findet. Denn im Hofladen gibt es viele Dinge zu erschnuppern. Zweibeinige Einkäufer haben es da besser, allerdings auch die Qual der Wahl bei dem großen und frischen Angebot.

> Was gibt es hier? Auf jeden Fall Äpfel aus eigenem Anbau, normalerweise ganzjährig. Es gibt Birnen, Zwetschgen, Mirabellen und bald auch wieder Walnüsse. Saisonales Obst wie Himbeeren, Johannisbeeren und Süßkirschen sind je nach Jahreszeit ebenso im Verkauf. Eier, auch in XL-Größe, Nudelprodukte, Rucola, Auberginen und exotische Tomatensorten von lila bis gestreift kauft die Familie von regionalen Erzeugern hinzu. Das gilt auch für Kartoffeln, eingemachte Gurken, Zwiebeln, Kohl, Bohnen, Salate und Zucchini.

> Was ist das Besondere? Auf jeden Fall die selbst hergestellten Säfte. Die Apfelsäfte sind sortenrein und kommen als sogenannte "Bag in Box" daher. Zur Erzeugung kommt ein Lohnversafter vor Ort. "Der Saft schmeckt besser als in Flaschen – er wird auch nur kurz erhitzt", sagt Johannes Jäck. Zwei Mischsäfte sind momentan frischgepresst. Sie werden gar nicht erhitzt. Dazu kommen die von Max Jäck produzierten Weine und von Johannes und Peter Jäck selbstgebrannte Schnäpse. Es gibt den von Oma Hilde Jäck hergestellten Eierlikör und vielerlei Marmeladen. Ans Verarbeiten der Obstsorten macht sich auch Christine Jäck. "Jeder, wie er Zeit hat", sagt Johannes Jäck. Nicht zuletzt ist auch das vor einem Jahr eröffnete Hofcafé etwas Besonderes, für das Johannes‘ Frau Verena, die leckeren Obstkuchen backt. Dazu gibt es Kaffee oder Tee. Wer es herzhaft mag, wählt Zwiebelkuchen und neuen Wein.

Für Veranstaltungen und private Feiern steht der große Scheuerboden zur Verfügung, den man anmieten kann. Besonders, das merkt Johannes Jäck noch an, sei der Kontakt zu den Kunden. "Man kennt sich ja und unsere Mitarbeiter wissen dann auch schon, was gewünscht wird", meint er.

> Die Geschichte des Hofladens: Den Hofladen der Familie Jäck, geführt als Peter und Hilde Jäck GbR, gibt es seit 1963. Früher einmal war er angesiedelt in der alten Hofstelle in der Ladenburger Straße. 2013 verlegte ihn die Familie in den 1985 bezogenen Aussiedlerhof 7 a (früher Schlittweg) und betrieb ihn 2016 nach dreijähriger Um- und Ausbauzeit in deutlich vergrößerten Räumen weiter. Landwirtschaft wird seit 1672 in der Familie Jäck betrieben; Johannes Jäcks Großvater, der bekannte Ludwig "Lui" Jäck, stellte dann auf Intensivobstbau um.

Sein Sohn Peter übernahm die Betriebsführung, 2014 stieg der gelernte Obstbaumeister Johannes mit ein sowie im selben Jahr auch Max Jäck mit eigenem Weingut. Die Familie betreibt Obstanbau auf 15 Hektar Fläche, dazu kommen fünf Hektar für Weinbau.

> Anfahrt: Aus allen Richtungen, also Ladenburg, Dossenheim oder den Odenwalddörfern, erreicht man den Aussiedlerhof über die Kreisstraße 4242. Achtung, das Navi erkennt den Adresszusatz "a" der Hausnummer meistens nicht und führt einen dann zum Aussiedlerhof von Stadträtin Jutta Becker. Doch so weit rein ins Gebiet Fensenbäume muss man gar nicht. Der Jäck’sche Hofladen liegt unterhalb an der Kreisstraße.

> Öffnungszeiten: Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr. Samstags von 9 bis 13 Uhr. Das Hofcafé ist Mittwoch bis Samstag zu denselben Zeiten geöffnet.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung