05.03.2021

Stadt plant kein Alternativprogramm zum Mathaisemarkt

Stadt plant kein Alternativprogramm zum Mathaisemarkt

Der Mathaisemarkt wird dieses Jahr nicht stattfinden. Foto: Dorn
Handgemalte Bilder auf dem Festplatz sollen symbolisch an reges Treiben erinnern - Bügermeister Höfer: "Ist uns nicht leicht gefallen"

Schriesheim. (hö) Das Rathaus plant kein Ersatzprogramm für den abgesagten Mathaisemarkt. Das ergab eine RNZ-Anfrage im Rathaus, denn: "Der Mathaisemarkt wird traditionell maßgeblich durch Ehrenamtliche und Vereine geprägt und getragen." Dies zeige sich auch in diesem Jahr, sagt Sprecherin Larissa Wagner – und verweist auf die "Jerusalema"-Tanzaktion im Internet.

Zudem würden zwölf handgemalte, große Bilder an den Bäumen rund um den Festplatz angebracht, die beispielsweise das Riesenrad zeigen. Wagner: "Damit soll symbolisch an das üblicherweise rege Treiben auf dem Festplatz erinnert werden." Bürgermeister Hansjörg Höfer sagt: "Die Absage des Mathaisemarkts ist uns nicht leicht gefallen, und wir haben mit dieser Entscheidung sehr lange gezögert. Letztlich blieb uns keine andere Wahl. Natürlich schmerzt es vor allem in diesen Tagen sehr, wenn man auf den leeren Festplatz blickt." Dennoch habe er sich "zum jetzigen Zeitpunkt bewusst gegen eine mögliche Ersatzveranstaltung – ob virtuell oder in abgewandelter Form – entschieden".

"Es gibt Dinge im Leben, für die gibt es keinen Ersatz"

Und wieso gibt es keine "Mathaisemarkt-Rettungsboxen" nach Ladenburger Vorbild? Dazu habe man "selbstverständlich die Möglichkeit gehabt", sagt Ordnungsamtsleiter Achim Weitz, aber "aufgrund der Art des Festes und der Zusammensetzung der Teilnehmer sind wir zu der Entscheidung gekommen, dass dies für den Mathaisemarkt nicht passend ist. Es gibt Dinge im Leben, für die gibt es einfach keinen Ersatz – und bei unserem Mathaisemarkt ist dies absolut zutreffend".

Auch Buden – wie den Süßigkeiten-stand auf dem Wochenmarkt – oder einen kleinen Rummel wie beim Straßenfest im September wird es nicht geben. Erstens sollen weiterhin alle Kontakte auf ein Minimum reduziert werden, zweitens seien Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, nach wie vor untersagt, und drittens wäre das "ein falsches Signal". Weitz sagt: "Wir als Stadtverwaltung wollen sicherlich keine zusätzlichen Anreize für Menschenansammlungen schaffen. Das wäre aktuell einfach nicht angebracht."

Allerdings hält sich das Rathaus weiter eine Ersatzveranstaltung im Sommer offen. Wenn man abschätzen könne, dass es die Pandemie zulasse, werde man sich damit näher beschäftigen, so Höfer.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung