18.03.2021

In Ursenbach verschandeln die vielen Stromkästen das Dorfbild

Es sind viele und sie sind hässlich. Weiter heißt es Warten auf den Glasfaseranschluss.

Schriesheim-Ursenbach. (hö) Im letzten Jahr war der kleinste Schriesheimer Ortsteil eine Großbaustelle – mit neuen Stromleitungen unter der Erde statt auf dem Dach, Glasfaseranschlüssen für alle Haushalte und auch neuen Straßenlaternen. Weil das auch die Stadt Schriesheim eine Menge Geld gekostet hat, wird Ursenbach beim Haushalt 2021 auf größere Investitionen verzichten, so Ortsvorsteherin Inge Pfrang.

Alles gut und schön, doch Ortschaftsrätin Bernadette Siegmund störte sich an den vielen grauen Kästen, die jetzt überall stehen – und gerade vor dem Dorfgemeinschaftshaus sieht es besonders hässlich aus. Denn da stehen sie direkt an einer an sich schönen Sandsteinmauer. Und so fragte auch ihre Kollegin Imke Felden, ob man die denn nicht "verkleiden" oder vielleicht gar versetzen könne. Das sei schwierig, so die Auskunft von Karina Mayer aus dem Bauamt, denn die grauen Stromkästen gehören nicht der Stadt, sondern dem Energieunternehmen EnBW. Wahrscheinlich müssen sie genau an dieser Stelle stehen, so Mayer – auch wenn Bürgermeister Hansjörg Höfer sie ebenso "nicht schön" fand.

Noch wartet Ursenbach offenbar auf die Segnungen der modernen Technik, wie auf der Ortschaftsratssitzung zu hören war: Weder sind die neuen Stromleitungen angeschlossen, noch ist es die Glasfaser. Höfer meint, dass es mit dem schnellen Internet erst nach der Sommerpause losgehen wird; im Moment werden vom Ursenbacher Hof aus die Leitung gelegt. Natürlich wäre eine Info-Veranstaltung für die Ursenbacher sinnvoll, aber das sei im Moment nicht möglich: Die beteiligten Firmen hätten ihren Mitarbeitern coronabedingt die Teilnahme an größeren Sitzungen ausdrücklich untersagt.

Clarissa Edelmann mahnte an, dass die Grundstücke, die während der Bauarbeiten als Materiallager dienten, wieder in ihren alten Zustand gebracht werden sollen. Bernd Trotte fand das Verhalten "armselig, wenn man so freundlich war und seinen Grund zur Verfügung gestellt hat". Pfrang seufzte: "Das habe ich schon öfter angemahnt, aber es passiert halt nichts. Ich finde das schade, denn ansonsten ist alles gut gelaufen."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung