08.05.2021

Erfolglose Fahndung nach Edeka-Raubüberfall (Update)

Erfolglose Fahndung nach Edeka-Raubüberfall (Update)

Das Küchenmesser (Foto: Polizei) hatte der Unbekannte am Tatort zurückgelassen. Es wurde sichergestellt und spurentechnisch untersucht. Eine Auswertung steht noch aus.
Mit Messer Bargeld erbeutet - Fahndung mit Polizei-Großaufgebot blieb erfolglos

Schriesheim. (pol/mün) Nach dem Raubüberfall auf den Edeka-Markt in Schriesheim hat die Polizei trotz Großfahndung noch keine Spur vom Täter. Der Mann hatte einen Angestellten mit einem Messer bedroht und war mit mehreren hundert Euro Beute geflüchtet.

Der Täter soll 25 bis 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Er sei schlank und habe eine schwarze Sturmhaube und Jeans sowie eine prägnante, helle Kapuzenjacke getragen. Deutsch sprach er mit einem osteuropäischen Akzent, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Während des Überfalls sollen sich mehrere Kunden im Einkaufsmarkt aufgehalten haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich noch nicht alle Zeugen gemeldet haben und erhoffen sich gerade von ihnen entscheidende Hinweise, die zur Klärung der Tat führen können.

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0621/174-4444 entgegen.


Update: Freitag, 7. Mai 2021, 13.00 Uhr

Unbekannter überfällt "Edeka-Markt Zipser"

Von Micha Hörnle

Schriesheim. Am Donnerstagnachmittag wurde der "Edeka"-Markt "Zipser" in der Bismarckstraße überfallen. Gegen 15.45 Uhr betrat ein maskierter, dunkel gekleideter Mann den innenstadtnahen Supermarkt und bedrohte einen Angestellten mit einem Messer. Dabei erbeutete er einen Geldbetrag, dessen Höhe bisher noch nicht feststeht. Der Mann flüchtete zu Fuß in Richtung Kirchstraße, dort verliert sich seine Spur. Zeugen melden sich bitte unter Telefon: 0621/174-4444.

Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung mit 15 Streifenwagen im ganzen Schriesheimer Stadtgebiet ein – allerdings ohne Ergebnis. Kurz nach dem Überfall wurden etliche Personen überprüft, auf die die Täterbeschreibung passen könnte: etwa 1,80 Meter groß; bekleidet mit einer Jeans und einer dunklen Sturmhaube; auffällig an ihm war seine hellbeige Kapuzenjacke. Auch der OEG-Bahnhof wurde verstärkt kontrolliert, in den nächsten Tagen werden auch die Kameras in der OEG ausgewertet. Offen ist im Moment noch, ob der "Edeka"-Markt überhaupt videoüberwacht ist – wie beispielsweise die "Aral"-Tankstelle, die am Montag, 5. April, überfallen wurde.

Normalerweise sind die Beträge, die bei solchen Überfällen auf kleine Läden – die laut Polizeisprecher Norbert Schätzle eher selten sind – erbeutet werden, nicht sehr hoch, denn viele Kunden zahlen, gerade zu Pandemiezeiten bevorzugt mit der Karte – und entsprechend wenig Geld ist dann in der Kasse. Und mehr noch: "Die paar Hundert Euro stehen in keinem Verhältnis zur mehrjährigen Haftstrafe, die den Täter erwarten wird", sagte Schätzle. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass es der Täter eher kein "typischer" Räuber war, der planvoll vorgeht und auf große Beute aus ist. Eher, so sagt Schätzle, handele es sich bei dieser Art von Überfällen um Täter, die dadurch ihre Sucht finanzieren wollen. Auch der Überfall auf einen Innenstadt-Markt mit potenziell vielen Zeugen spricht nicht dafür, dass der Täter sehr überlegt vorging. Das war vor einem Monat, beim Überfall auf die "Aral"-Tankstelle, schon etwas anders: Hier konnte der Täter, der bisher noch nicht gefasst ist, viel besser im B3-Getümmel untertauchen. Damals wurde ebenfalls ein recht kleiner Bargeldbetrag, wenige Hundert Euro, erbeutet.

Schon kurz nach dem Überfall war der "Edeka"-Markt wieder geöffnet. Das Personal war freundlich wie immer – allerdings war eine Kasse geschlossen –, und auch unter den Kunden war der Überfall kein Thema, vielleicht weil man schlicht davon nichts wusste. Die Angestellten hielten sich derweil bedeckt: "Wir sagen nichts, wir wissen aber auch nichts."

Update: Donnerstag, 6. Mai 2021, 19.36 Uhr

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung