03.07.2021

Verunreinigtes Trinkwasser: Abkochgebot rund um Weinheim bleibt bestehen (Update)

Wegen einer mikrobiellen Verunreinigung muss das Trinkwasser derzeit abgekocht werden. Erste Ergebnisse der Untersuchung soll es frühestens am Wochenende geben.

Weinheim und Umgebung. (RNZ) Das Abkochgebot des Trinkwassers bleibt vorerst bis auf Weiteres bestehen. Dies teilte Christoph Oeldorf, Wilhelmsfelder Bürgermeister und Vorsitzender des Wasserzweckverbandes Eichelberg, am Freitagmittag auf RNZ-Anfrage mit. Mit ersten Erkenntnissen zur Ursache sei frühestens am Wochenende zu rechnen.

Update: Freitag, 2. Juli 2021, 15.36 Uhr
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Heiligkreuzsteinach, Schriesheim, Weinheim und Wilhelmsfeld betroffen

Rhein-Neckar-Kreis. (RNZ) Wegen einer mikrobiellen Verunreinigung des Trinkwassers muss in mehreren Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis abgekocht werden, teilt das Gesundheitsamt im Landratsamt mit.

Betroffene Kommunen sind: Teile von Heiligkreuzsteinach, Schriesheim/Altenbach, Weinheim (Stadtteile Oberflockenbach, Ritschweier, Rippenweier, Rittenweier, Heiligkreuz, Steinklingen und Wünschmichelbach) und Wilhelmsfeld.

Es werde umgehend mit einer Chlorung der Ortsnetze begonnen. Durch die Chlorung kann es zu geruchlichen und geschmacklichen Beeinträchtigungen kommen, die nicht gesundheitsschädlich sind. Das Gesundheitsamt spricht für die betroffenen Gebiete ab sofort ein Abkochgebot aus.

Am Donnerstagnachmittag stellten die Stadtwerke Weinheim bei turnusgemäßen Wasserproben eine geringe Konzentration von coliformen Keimen im Trinkwasser fest. Diese wurden über das Leitungsnetz der Eichelberggruppe eingetragen.

In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt haben die Stadtwerke Weinheim entschieden, das Wasser vorsorglich zu chloren. "Diese Maßnahme dient dazu, die betroffenen Leitungsabschnitte zu entkeimen", erläutert Peter Krämer, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Parallel läuft die Suche nach der Ursache für die Verunreinigung beim Zweckverband Eichelberg auf Hochtouren, gemeinsam mit dem Gesundheitsamt grenzen die Mitarbeiter in Wilhelmsfeld den betroffenen Abschnitt derzeit ein. Bis das gesamte Netz gereinigt und die Ursache behoben ist, muss das Trinkwasser jedoch von den Verbrauchern vorsorglich mindestens drei Minuten lang sprudelnd abgekocht werden, sofern es für die Zubereitung von Speisen oder zum Trinken verwendet wird. Das Gesundheitsamt hat ein entsprechendes Abkochgebot für die Odenwaldgemeinden ausgesprochen.

Das Abkochgebot auf einen Blick

Wasser muss abgekocht werden, wenn es zum Trinken oder für die Herstellung von Speisen benutzt wird. Gleiches gilt für Wasser, das zum Zähneputzen, zur Mundspülung oder zur Wundversorgung eingesetzt wird. Beim Duschen und Baden können Einwohner weiterhin Wasser direkt aus dem Hahn verwenden. Beim Abkochen sollten Verbraucher darauf achten, dass das Wasser vor der Verwendung so lange kocht, bis es aufsprudelt. Ab diesem Zeitpunkt sollte es drei Minuten lang sprudelnd kochen, bevor es direkt oder abgekühlt weiterverwendet wird.

Auch die Warn-App Nina alarmierte über das verunreinigte Trinkwasser.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung