22.07.2021

Mit dem Rad bis ins Steinachtal Die Verbindung von Schriesheim über Altenbach nach Wilhelmsfeld wird immer wahrscheinlicher

Die Verbindung von Schriesheim über Altenbach nach Wilhelmsfeld wird immer wahrscheinlicher. Im November gibt es Gewissheit.

Schriesheim-Altenbach. (sha/hö) Der geplante Radweg von Schriesheim über Altenbach nach Wilhelmsfeld hat eine weitere Hürde genommen: Auf seiner Sitzung am Dienstag hat der Kreistag beschlossen, dass dieser Weg in das fortgeschriebene "Mobilitätskonzept Radverkehr" aufgenommen wird – was die Aussichten auf seine Realisierung erhöht. Die Strecke soll jetzt sogar bis Altneudorf verlängert werden, um auch das Steinachtal anzubinden.

Wie schon beim Abschnitt Schriesheim–Altenbach gab bei der Teilstrecke Wilhelmsfeld–Altneudorf der Umstand den Ausschlag, dass auf der Landstraße mehr als 2500 Fahrzeuge am Tag – die kritische Marke für einen Radweg an einer Straße – fahren: Ab dem Altenbacher Abzweig sind es 4100 (ungefähr die Hälfte des Talstraßenverkehrs), in Altenbach selbst sogar 4900 und schließlich von Wilhelmsfeld ins Steinachtal 2600. Hinzu kommt, dass die Fahrbahn mit unter sieben Metern Breite ausgesprochen schmal und deswegen für Radfahrer besonders gefährlich ist.

Die Aufnahme ins "Mobilitätskonzept Radverkehr" des Rhein-Neckar-Kreises war bereits vor gut einem Jahr eine Forderung der CDU und der Freien Wähler gewesen, als die Verbindung von Schriesheim nach Altenbach ins "Mobilitätskonzept Radverkehr" aufgenommen worden war (RNZ vom 13. Juli 2020). Damals hatte das Verkehrsplanungsbüro "R+T" aus Darmstadt festgestellt, dass auf dieser Strecke ein hoher Radverkehrsanteil "nicht unbedingt erreichbar" sei. Dass es aber durchaus einen Bedarf im Ortsteil gibt, zeigen die Planungen für einen provisorischen Weg durch den Wald zum Rückhaltebecken, dessen Umsetzung sich allerdings noch hinziehen könnte, sollte es umweltrechtliche Prüfungen geben. Erst unlängst hatte die Stadt ein Privatgrundstück zum Lückenschluss von der Blumenstraße zum Waldweg gekauft (RNZ vom 18. Juni) – auch mit Verweis auf die lange Wartezeit auf den "regulären" Radweg an der Landstraße, für dessen Umsetzung es noch keinen Zeitplan gibt.

Der Kreistag hat die Verwaltung nun beauftragt, möglichst bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft am 9. November ein bis zum Jahr 2026 laufendes Programm zur Umsetzung der Radinfrastrukturmaßnahmen aus dem fortgeschriebenen "Mobilitätskonzept Radverkehr" zu erstellen. Dann herrscht endlich Klarheit, wie die Bauarbeiten rund um den geplanten Radweg ablaufen und wann damit begonnen wird.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung