03.08.2021

1. Fußballschule Rhein-Neckar war wieder zu Gast auf dem Sportplatz

Ran an den Ball - aber mit Spaß an der Freud’.

Schriesheim. (flb) "Mal herkommen, wir machen ein Mannschaftsfoto!", ruft Gerold Renzland über den Schriesheimer Kunstrasenplatz. Alle eilen herbei, um gemeinsam in die Kamera zu lächeln. Aber auch ansonsten wurde viel gelacht, geht es doch um das schönste Hobby der Welt: Fußball. Auch in diesem Jahr war die 1. Fußballschule Rhein-Neckar wieder zu Gast in Schriesheim. Zum wievielten Mal das Camp letztendlich schon hier stattfand, konnte selbst Renzland nicht sagen, der seit der Gründung der Schule 1995 ununterbrochen dabei ist. Aber das wusste er: "Wir hatten hier eine sehr lange und schöne Zeit".

An drei Tagen konnten sich die 26 im Voraus angemeldeten Kinder unter der Anleitung von lizenzierten Trainern austoben, aber auch wichtige Dinge lernen. An mehreren Stationen, die immer wieder abgewandelt wurden, lernten die Sechs- bis Zwölfjährigen, in drei Gruppen aufgeteilt, etwa das Dribbeln mit dem Ball, Koordination, Finten oder die Beidfüßigkeit. Bei all dem Training galt jedoch als oberste Regel: "Die Spielfreude soll im Vordergrund stehen", so Renzland.

Für die Fußballschule Rhein-Neckar war das Camp in Schriesheim nach einer längeren Pause der Neustart, erzählte Gründer Hans-Jürgen Boysen. Auch hier geht es in diesen Zeiten nicht ganz ohne Hygienekonzept. So hatte etwa jede der drei Kinder-Gruppen seine eigene Kabine, das normalerweise übliche Mittagessen fiel aus, und es galt Kontaktbeschränkung. Doch das nahm Boysen gerne in Kauf, um endlich wieder loslegen zu können.

Viele der Kinder würden sich untereinander kennen und seien bereits mehrfach bei einem Camp der Fußballschule dabei gewesen, erzählte der Gründer: "Klassische Wiederholungstäter also." Der überwiegende Teil der Teilnehmer sei zudem selbst in einem Fußballverein aktiv. Für Boysen habe das damit zu tun, dass das Training hier nicht so viel Druck hat wie im Verein. Hier würden auch wichtige Dinge im Umgang mit dem Ball vermittelt, trotzdem stünden Spaß und Freude im Vordergrund. Dieser Aspekt sei für ihn vor 26 Jahren auch der ausschlaggebende Punkt gewesen, die Schule zu gründen: Noch als aktiver Spieler beim VfR Mannheim beobachtete er das damalige Training einiger Jugendmannschaften, die Runden um den Platz laufen oder steile Treppen hoch und runter sprinten mussten. Mit dem Lernen am Ball hatte das wenig zu tun. "Das ist kein Training für Kinder, das geht anders", dachte sich der ehemalige Bundesligaspieler.

Seitdem stellt die Fußballschule einen Zusatz für die individuelle Weiterentwicklung neben dem Vereinssport dar. Mit diesem Konzept scheint Boysen ins Schwarze getroffen zu haben: "Von den Kindern kommt als Rückmeldung: Schön, macht Spaß!" Und man blickt in viele strahlende Augen. Für Boysen und Renzland immer wieder ein Highlight ihrer Arbeit.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung