17.03.2005

"Info-Säule" steht auf Wunschliste

Erste Mitgliederversammlung des Fördervereins Strahlenberger Grundschule war schwach besucht

Die Fördervereins-Aktiven haben dennoch viel vor. Hier der Vorstand: Jürgen Ohnhäuser, Sabine Gernold, Joachim Uphoff und Eva-Maria Arras (v. l.). Foto: Kreutzer

Schriesheim. (kaz) Drei Vorstandsmitglieder, ein Mitglied und ein Gast: Die erste Mitgliederversammlung des vor gut einem Jahr gegründeten Fördervereins "Strahlenberger Grundschule" war äußerst schwach besucht. Doch immerhin präsentierte die Schriftführerin Sabine Gernold einen selbst gedruckten Flyer, in dem der Verein sich und seine Zielsetzungen vorstellt. Dort heißt es unter anderem, dass es in Zeiten knapper Kassen wichtig sei, Kinder und Schule zu unterstützen und weiter: Nur wenn alle an einem Strang ziehen und das Miteinander gelebt wird, kann man vieles gemeinsam erreichen".

Das sollten auch jene der insgesamt 40 Vereinsmitglieder bedenken, die nicht bei der Versammlung anwesend waren. Schließlich war es schwer, den Verein überhaupt ins Leben zu rufen. Doch mit der neuen Schulleiterin Christine Joho könnte alles leichter werden. Der Vorsitzende Joachim Uphoff hatte mit ihr Ende letzten Jahres jedenfalls "ein sehr angenehmes Gespräch". Allerdings steht bisher seitens der Schulleitung nur eines auf der Wunschliste: Die Installation einer "Info-Säule" im Eingangsbereich, damit Einladungen zu Veranstaltungen für alle lesbar sind und nicht irgendwo im Lehrerzimmer verschwinden. Der Neupreis für so eine drehbare Säule läge bei weit über 200 Euro.

Aber vielleicht ginge es auch billiger? Etwa, wenn ein Handwerker aus dem Ort so ein Teil "basteln" würde oder es irgendwo gebraucht günstig zu erwerben wäre. Noch sind die Einnahmen und Ausgaben des Fördervereins, der einen Jahresbeitrag von 12 Euro erhebt, sehr übersichtlich. Vom "Grundkapital" aus Beiträgen und Spenden gingen bisher gerade Mal die Gebühr für den Eintrag ins Vereinsregister und ein Porto für 2,75 Euro weg. Das könnte sich ändern, wenn der Verein erstmal für Anschaffungen aufkommt, die nicht über von der "Lehr- und Lernmittelfreiheit" abgedeckt werden, für die die Stadt kein Geld hat. Oder wenn Arbeitsgemeinschaften an der Schule zu unterstützen sind.

In nächster Zeit sind noch keine konkreten Aktionen geplant. Allerdings hat sich der Verein bereits den Eltern von Erstklässlern vorgestellt und will auch zur Einschulung in Erscheinung treten. Und sei es nur mit Kaffee und Kuchen. In kleiner Runde kam man überein, dass man generell unterstützend tätig sein, die staatlichen und städtischen Geldgeber aber nicht aus ihrer Pflicht entlassen will. Als Gast der Veranstaltung gab Karola Krämer als Vorsitzende des Freundeskreises an der Kurpfalz-Grund- und Hauptschule einige gute Tipps. Der Kreis feiert im nächsten Jahr sein 10-jähriges Bestehen.

Bewährt hat sich seit einiger Zeit der Erfahrungsaustausch zwischen Elternbeirat und Lehrerschaft bei einem gemeinsamen Essen. Gut möglich, dass der Förder-Kreis der Strahlenberger Grundschule diesem Beispiel folgt. Nun sind aber erstmal die Mitglieder aufgefordert, Ideen einzubringen. Für die nächste Versammlung, deren Termin allerdings noch nicht feststeht, erhofft man sich mehr Resonanz.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung